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  • Christian Riedel

Geld anlegen in Neue-Energie-Fonds

Die Umwelt schützen und gleichzeitig noch sein Geld vermehren? Das klingt doch gut. Eine Möglichkeit, mit seinem grünen Gewissen noch das Geld zu vermehren bieten die Neue-Energie-Fonds. Aber hält diese Anlageform auch, was sie verspricht?

Statt Atomstrom oder Energie aus fossilen Brennstoffen zu gewinnen, setzen immer mehr Menschen auf alternative Energiequellen, beispielsweise auf Wind oder Wasser. Auch als Anlageform liegen alternative Energien voll im Trend, wie die wachsende Zahl der Neue-Energie-Fonds zeigt. Dies ist nachvollziehbar, da gerade in Deutschland der Ruf nach umweltfreundlicher Energie immer lauter wird und dadurch auch die Zahl der Anbieter steigt, welche den Anlegern gute Rendite in Aussicht stellen. Auf diese Weise kann man einfach sein Geld vermehren und zugleich die Umwelt schützen. Zumindest auf dem Papier ist das so.

Atomstrom inklusive

Bisher haben sich die Neue-Energie-Fonds nämlich eher als Flops erwiesen. Das lag nicht einmal unbedingt daran, dass die entsprechenden Aktien schlecht waren, sondern eher daran, dass sie zu teuer gehandelt wurden. Zudem waren auch die entsprechenden Anbieter nicht immer frei von Atomstrom.

Zu beachten ist, dass die Neue-Energie-Fonds in erster Linie Branchenfonds sind. Diese nehmen nur in den seltensten Fällen für sich heraus, frei von Atomstrom zu sein bzw. die Energie unter ethisch korrekten oder ökologischen Gesichtspunkten zu produzieren. Bei den Energieanbietern steht in erster Linie der Gewinn im Mittelpunkt. Daher liest man oft Phrasen wie „saubere Energie“ oder „klimafreundlich“, auch wenn die Unternehmen nicht ausschließlich auf erneuerbare Energiequellen setzen. Insofern kann sich fast alles hinter den Beschreibungen verbergen – unter Umständen sogar ein Unternehmen, das Atomstrom produziert. Insofern muss man immer den Einzellfall prüfen, wenn man wirklich nur umweltfreundliche Unternehmen in seinem Fonds behalten will.

Keine Rendite

Auch beim Blick auf Rendite schneiden Neue-Energie-Fonds eher schlecht ab. So haben die meisten Fonds nach der Wirtschaftskrise immer noch nicht ihren Höchststand von 2007 wieder erreicht.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, sind Neue-Energie-Fonds nicht die erste Wahl. Besser sind Nachhaltigkeitsfonds, die das investierte Geld in weltweit und „ökologisch und ethisch korrekt“ operierende Unternehmen stecken.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team