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  • Christian Riedel

Lohnt sich eine Unternehmensberatung?

Wenn es in einem Unternehmen nicht läuft, kann ein Unternehmensberater um Hilfe gefragt werden. Aber kann so eine Unternehmensberatung auch wirklich halten, was man sich davon verspricht?
Nach dem großen Hype in den letzten Jahren müssen sich Unternehmensberater gerade immer häufiger großer Kritik stellen. Das Problem sind einige schwarze Schafe, die sich auf Kosten der Unternehmen eine goldene Nase verdienen wollen. Zudem wird ihnen häufig vorgeworfen, dass sie Schuld an der Entlassung von Mitarbeitern sind. Dabei vergisst man oft, dass nicht die Unternehmensberater, sondern die Unternehmen selber diesen drastischen Schritt vollziehen.

Die Vorteile der Unternehmensberatung


Es ist jedem selber überlassen, ob man die Hilfe von externen Beratern sucht oder nicht. Dabei können nicht nur große Firmen profitieren. Auch bei kleinen und mittelständischen Unternehmen kann es durchaus Sinn machen, einen externen Berater zu beauftragen. Hier macht es aber oft mehr Sinn, Unternehmensberater anzustellen, die sich in der Region auskennen, sofern der Betrieb nicht überregional tätig ist. Denn oft unterscheiden sich lokale Sitten und Gebräuche stark von Region zu Region sodass Tipps, die im Allgäu vielleicht helfen, ein Unternehmen in Rheinhessen nicht unbedingt weiterbringen.

Ob es Sinn macht, so eine Beraterfirma zu engagieren oder nicht, hängt von mehreren Faktoren ab. Schon vor der Gründung kann es hilfreich sein, den Markt und die Konkurrenz von einem Externen analysieren zu lassen. Hier ist es natürlich entscheidend, ob man sich die Kosten für so eine Analyse leisten kann, da man ja noch keine Einnahmen verbuchen kann. Dennoch gibt es die Chance, einen Fehlstart zu vermeiden, wenn man genau weiß, auf was man sich mit der Firmengründung einlässt. Häufig holen sich Firmen externe Hilfe, wenn das Unternehmen in Schieflage geraten ist. Um Geld zu sparen, die Verkäufe zu steigern, Arbeitsprozesse zu optimieren und so den Betrieb wieder auf sicheren Boden zu stellen, kann eine Unternehmensberatung hilfreich sein. Aber auch bei wirtschaftlichen Erfolg kann es Sinn machen, die Firma regelmäßig auf Herz und Nieren, sprich auf Effizienz und Zukunftschancen zu prüfen.

Gerade externe Berater können hier von Vorteil sein, da sie nicht betriebsblind sind und auch keine emotionale Bindung zum Unternehmen haben. Sie können sachlich und nüchtern die Ist- und Soll-Situation eines Betriebs analysieren und so Tipps geben, wo beispielsweise Arbeitsprozesse nicht gut funktionieren, wo die Kosten für Mitarbeiter zu hoch sind oder wo Energie verloren geht. Arbeitet man schon länger in einem Unternehmen, ist man oft emotional beeinflusst  und kann so nicht immer eine objektiv vernünftige Entscheidung treffen.

Gute und schlechte Unternehmensberater


Unternehmensberater haben mittlerweile bei vielen den Ruf, nur schnelles Geld machen zu wollen und keine Rücksicht auf die Unternehmensstrukturen zu nehmen. In einigen Fällen mag das auch der Fall sein, aber auf lange Sicht kann es sich kein Unternehmen leisten, schlechte Ratschläge zu geben. Dies würde sich in der Branche schnell herumsprechen. Ein Kritikpunkt ist auch, dass teilweise Berater angestellt werden, die aus wirtschaftsfremden Ressorts stammen. Aber auch das kann durchaus Sinn machen, wenn man auf ein Unternehmen, je nachdem in welcher Branche dieses tätig ist, aus Sicht eines Gesundheitsexperten oder eines Bauingenieurs blickt.

Ob sich eine Unternehmensberatung lohnt, hängt von der entscheidenden Frage ab, ob man durch die Verpflichtung einer externen Beraterfirma auf lange Sicht hin mehr Geld spart bzw. mehr Geld verdient, als diese Firma kostet. Wenn man diese Frage bejahen kann, sollte man eventuell über die Verpflichtung einer Beraterfirma nachdenken, zumal die Kosten für so eine Beratung auch steuerlich geltend gemacht werden können.

Mehr Informationen gibt es auch bei der bvm GmbH aus Homburg
Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team