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  • Christian Riedel

Werbung in kostenlosen Printmedien

Im Normalfall finanzieren sich Printmedien durch den Verkauf der Exemplare und durch Werbung. Immer mehr Redaktionen gehen dazu über, ihre Produkte kostenfrei anzubieten und sie über Werbung zu finanzieren. Aber lohnt sich das auch?

Printmedien durchleben momentan eine Krise. Da man alle Informationen auch im Internet bekommt, sinkt die Zahl der Abonnenten rapide. Das gilt besonders für Zeitungen, aber auch für Magazine. Für die Unternehmer ist das doppelt schwierig. Zum einen verdienen sie weniger Geld durch den Verkauf, zum anderen verlieren sie Werbekunden. Schließlich möchte man ja auch, dass die Werbung gesehen wird. Und je weniger Leser ein Medium hat, desto geringer sind die Anzeigenpreise. Medienunternehmen sind also dazu gezwungen, nach Auswegen zu suchen.


    
Kostenlose Produkte


Um möglichst viele Menschen auf die Werbung aufmerksam zu machen, bieten die Medienunternehmen immer mehr kostenlose Produkte an oder drucken die Werbung auf alles, was mit Papier oder Karton zu tun hat. Egal ob es Mitgliederzeitschriften für Vereine sind, Kalender, Kinokarten oder Parkscheine. Solange es von den Kunden wahrgenommen wird, drucken die Unternehmen Werbung auf die Zettel. So können sie nicht nur die Druckkosten refinanzieren, wenn sich das Produkt auf dem Markt etabliert hat, kann man einen Profit damit erzielen.



Profiteure


Am Ende profitieren alle Beteiligten von dem System. Vereine bekommen kostenlos ein Magazin, das sie eventuell noch mit Inhalt füllen müssen. Auch an Universitäten und Schulen gibt es bereits mehrere kostenlose Magazine, die sich alleine über Werbung finanzieren. Und Touristenverbände geben werbefinanzierte Informationsbroschüren an ihre Besucher heraus. Die Kunden haben die Garantie, dass ihre Werbung auch wahrgenommen wird. Schließlich kosten die Magazine nichts und werden deswegen auch gerne von der entsprechenden Zielgruppe mitgenommen.



Zettelwirtschaft


Es muss nicht gleich ein ganzes Magazin sein, in dem man seine Werbung schaltet. Man muss nur die Augen offen halten und auf alle Papier-Produkte schauen, die man kostenlos erhält. Auf immer mehr Zetteln findet man Werbung, obwohl sie ursprünglich für andere Zwecke gedacht sind. Dass Werbung auf Kinokarten gedruckt wird, ist schon länger üblich. Viele Städte und Parkhäuser verdienen sich Geld dazu, indem sie Werbung auf ihre Parktickets drucken lassen. Da jeder sich ein Ticket ziehen muss, hat man hier die Sicherheit, dass die Werbung auch von jedem Autofahrer gesehen wird. Mit etwas Phantasie fallen jedem bestimmt noch weitere Möglichkeiten ein, die Werbung gezielt und kostenfrei an die Kunden zu bringen.



Agenturen


Einige Agenturen haben diese Möglichkeiten erkannt und bieten Unternehmen gezielt Printprodukte an, auf denen sie ihre Werbung veröffentlichen können. Gerade für junge Unternehmer ist das eine gute Möglichkeit, die Firma schnell bekannt zu machen.



Ein Beispiel sind die kostenlose Produkte der pms Werbedruck GmbH.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team