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Interview

Welche Versicherungen zahlen im Skiurlaub?

Jeder fünfte versicherte Sportunfall passiert beim Ski- oder Snowboardfahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

„Das ist eine erstaunlich hohe Zahl, zumal der Skisport nur wenige Wochen im Jahr stattfindet“, sagt Stephan Schweda, Versicherungsexperte vom Versicherungsverband.

Die Risiken des Skisports werden danach immer noch von vielen Winterurlaubern unterschätzt. Besonders die dauerhaften Folgen des alpinen Sports, denen sich Snowboarder und Carver aussetzen, werden auf die leichte Schulter genommen. Wer aber zahlt, wenn es zu einem schweren Unfall auf der Piste kommt? Stephan Schweda antwortet im Interview die drei wichtigsten Fragen zum Versicherungsschutz im Skiurlaub:

Herr Schweda, welche Versicherungen braucht man im Skiurlaub?

Stephan Schweda, Versicherungsexperte beim GDV: „Wie im täglichen Leben, kann auch im Urlaub einiges passieren. Und da sollte man sich im Vorfeld Gedanken machen, wie kann ich da vorbeugen? Im Wesentlichen wichtig für den Ski-Urlaub ist einmal die Auslandsreisekrankenversicherung, die private Unfallversicherung und die private Haftpflichtversicherung.“

 

Was leisten die private Unfallversicherung und die Haftpflichtversicherung?

Stephan Schweda: „Auf der Skipiste kann viel passieren. Andere können geschädigt werden oder ich kann einen Unfall haben. Und die private Unfallversicherung kommt eben genau für solche gesundheitlichen, dauerhaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf, beispielsweise wenn ich nach einem Unfall ein versteiftes Bein habe und nicht mehr arbeiten gehen kann: Leistung in der privaten Unfallversicherung. Füge ich einem anderen einen Schaden zu, ist es ganz wichtig, eine private Haftpflichtversicherung zu haben. Die würde eben all diese Kosten, so ich der Verursacher des Schadens bin, übernehmen.“

 

Reicht denn im Skiurlaub nicht die gesetzliche Krankenversicherung aus?

Stephan Schweda: „Die gesetzliche Krankenversicherung, dieser Versicherungsschutz reicht in der Regel nicht aus. Das heißt, hier sollte man auf jeden Fall überlegen, eine Auslandsreisekrankenversicherung abzuschließen. Die kommt dann für Behandlungskosten auf und auch ganz entscheidend für Rettungs- und Bergungskosten, wenn ich beispielsweise nach einem Unfall vom Berg gerettet werden muss, mit dem Helikopter ins Krankenhaus gebracht werden muss. Das sind so typische Leistungen dieser Versicherung.“


Quelle: Pressemitteilung
Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team