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  • Christian Riedel

Die zehn sinnlosesten Versicherungen (Teil2)

Man kann gar nicht genug versichert sein. Oder doch? Das Nachrichtenmagazin Focus hat eine Liste mit den zehn überflüssigsten Versicherungen zusammengestellt. Auf den Plätzen fünf bis eins finden Sie alles von der Hochzeit bis zum Todesfall.

Im Prinzip kann man sich vor und gegen alles versichern lassen. Es gibt sogar skurrile Policen, die einen gegen eine Entführung von Außerirdischen oder gegen ein „Nein“ der Braut am Hochzeitstag versichern. Dass solche Absicherungen nicht unbedingt Sinn machen, ist wahrscheinlich den Kunden selber auch klar. In der Realität gibt es aber auch durchaus Versicherungen, die sich auf dem Papier zwar gut anhören und viel Geld kosten, in der Realität aber kaum einen Nutzen bringen. Welche Versicherungen dazu gehören, hat der Focus einmal zusammengefasst.



Platz 5: Hochzeitsrücktrittskostenversicherung


Eine Hochzeit ist je nachdem, welchen Aufwand man betreibt, eine teure Angelegenheit. Teilweise gibt es Geldinstitute, die einen eigenen Hochzeitskredit anbieten. Umso schlimmer ist es, wenn zwar alles geplant und organisiert ist, die Hochzeit aber nicht stattfindet. An dem Punkt soll die Hochzeitsrücktrittskostenversicherung greifen. Sie tut es aber nur in wenigen Fällen. Dazu gehört nicht der schlimmste Albtraum jedes Heiratswilligen, wenn der Partner am Altar den Rückzieher macht. Für die Versicherung reicht das nicht aus, um für die Kosten einzuspringen. Die Hochzeitsrücktrittskostenversicherung greift nur, wenn einer der Brautleute krank wird oder beispielsweise die Wohnung abbrennt. Ob die Wahrscheinlichkeit so groß ist, dass man dafür eine eigene Versicherung abschließt, muss jeder selber entscheiden.



Platz 4: Versicherung gegen häusliche Notfälle


So eine Versicherung deckt Schäden, wenn man beispielsweise den Schlüssel verloren hat oder im Winter die Heizung streikt. Die Kosten für solch einen Notfall soll über diese Versicherung abgedeckt werden. Das tut sie in der Regel aber nur in begrenztem Umfang. Schließlich ist auch nie ganz klar, was einen wirklichen Notfall ausmacht. Insofern macht so eine Versicherung nicht wirklich Sinn, zumal die Kosten für einen Schlüsseldienst oder den Installateur nicht existenzbedrohend sind. Besser wäre es, sich Hilfe bei den Nachbarn zu holen und am nächsten Morgen den normalen Service kommen zu lassen. Das ist billiger und man braucht dafür auch keine Notfallversicherung.



Platz 3: Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr


Wo gibt es denn einen vollen Versicherungsschutz mit Geld-zurück-Garantie? Wenn man sich ehrlich fragt, schadet sich eine Versicherung bei so einem Angebot nur selber. Daher ist so eine Versicherung auch nur ein Lockangebot. Zum einen zahlen die Versicherten laut Focus den Beitrag, den sie möglicherweise zurückerstattet bekommen, vorher selber ein, zudem sind die eigentlichen Leistungen bei so einer Versicherung meistens nicht ausreichend.


Platz 2: Insassenunfallversicherung


Bei einem Unfall sind alle Insassen über die gesetzlich verordnete Kfz-Haftpflicht mit versichert. Das gilt auch, wenn der Versicherte selber den Unfall verursacht hat. Eine zusätzliche Absicherung der Mitfahrer macht also keinen Sinn.



Platz 1: Sterbegeldversicherung


Sterben ist teuer. Nicht nur der Platz auf dem Friedhof, auch die Feier, der Sarg, die Bestattung, die damit verbundene Bürokratie und eine Anzeige in der Zeitung kosten viel Geld. Dieses Geld sollte man sich laut dem Focus aber nicht über die Sterbegeldversicherung ansparen. Legt man das Geld unters Kopfkissen, statt in die Versicherung einzuzahlen, haben die Hinterbliebenen am Ende meistens mehr Geld übrig. Also besser das Geld anderweitig anlegen.


Quelle: Die zehn unnötigsten Versicherungen auf Focus.de

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team