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  • Christian Riedel

Die zehn sinnlosesten Versicherungen (Teil1)

Man kann gar nicht genug versichert sein. Oder doch? Das Nachrichtenmagazin Focus hat nun eine Liste mit den zehn überflüssigsten Versicherungen zusammengestellt. Auf den Plätzen zehn bis sechs finden Sie alle Versicherungen von kaputten Gläsern bis zu kaputten Handys.

Im Prinzip kann man sich vor und gegen alles versichern lassen. Es gibt sogar skurrile Policen, die einen gegen eine Entführung von Außerirdischen oder gegen ein „Nein“ der Braut am Hochzeitstag versichern. Dass solche Absicherungen nicht unbedingt Sinn machen, ist wahrscheinlich den Kunden selber auch klar. In der Realität gibt es aber auch durchaus Versicherungen, die sich auf dem Papier zwar gut anhören und gutes Geld kosten, in der Realität aber keinen Nutzen bringen. Welche Versicherungen dazu gehören, hat der Focus einmal zusammengefasst.


Platz 10: Glasbruchversicherung


Eine kaputte Glasscheibe stellt noch keine finanzielle Bedrohung dar. Zumal eine Scheibe meistens nicht ohne Grund zerbricht. Wird der Übertäter gefunden, sollte dessen Haftpflicht dafür aufkommen. Aber auch wenn man selber die Scheibe zerbricht, lohnt sich so eine Versicherung kaum, da die Beiträge meist höher sind als die Kosten für das Glas. Oder wann haben Sie das letzte mal eine Scheibe zerbrochen. Höchstens für die Besitzer eines Wintergartens kann sich so eine Versicherung lohnen.


Platz 9: Brillenversicherung


Eine neue Brille kostet viel Geld. Das gilt für das Glas ebenso wie für das Gestell. Was liegt also näher, als die Sehhilfe zu versichern. Problematisch ist, dass laut dem Focus die Versicherer beschädigte oder zerbrochene Brillen meistens nicht vollständig ersetzen. Rechnet man den Selbstbehalt zu den Beiträgen hinzu, kommt man meistens teurer, als wenn man die neue Sehhilfe aus eigener Tasche bezahlen würde.


Platz 8: Krankenhaustagegeldversicherung


Liegt man im Krankenhaus, können durch Telefon, Fernseher oder Obst weitere Kosten entstehen. Diese werden durch die Krankenhaustagegeldversicherung weitgehend abgedeckt. Für jeden Tag, den man stationär im Krankenhaus verbringt, bekommt man Geld, das die Mehrkosten decken soll. Doch wirklich lohnen kann sich so eine Versicherung nicht. Bessere Rendite bekommt man, wenn man das Geld auf ein Tagesgeldkonto einzahlt und dort etwas anspart.


Platz 7: Reisegepäckversicherung

Auf Reisen kann der eine oder andere Koffer bzw. Rucksack schon einmal verloren gehen. Dann ist auch alles weg, was darin war. Umso schöner ist es, wenn man eine Versicherung hat, die so etwas abdeckt. Doch die gibt es nicht. Denn auch eine Reisegepäckversicherung haftet nur, wenn man seine Koffer und Taschen mehr oder weniger mit einem Klebeband am Oberkörper befestigt hat. Ansonsten wird einem oft ein fahrlässiger Umgang mit dem Gepäck unterstellt. Dann muss die Versicherung auch nichts bezahlen. Sobald ein Gepäckstück mehr oder weniger aus den Augen gelassen wird, kommt die Versicherung auch nicht mehr für den Schaden auf. Aber versuchen Sie einmal, bei einer Flugreise immer ein Auge auf ihre Koffer zu werfen.


Platz 6: Handyversicherung


Ein Leben ohne Handy können sich die meisten gar nicht mehr vorstellen. Umso schlimmer ist es, wenn das Mobiltelefon kaputt geht, verloren oder geklaut wird. Eine Handyversicherung hilft in so einem Fall aber nicht unbedingt weiter. Denn zum einen ersetzt sie nicht die Daten, Telefonnummern oder Fotos, die auf dem Gerät gespeichert sind, zum anderen kommt sie auch nur für den Zeitwert des Telefons auf. Und dieser reduziert sich nach wenigen Monaten bereits deutlich.

Quelle: focus.de

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team