Sportgeräte im Urlaub versichern – wie sinnvoll ist das? istockphoto.com/alexey05
  • Christian Riedel

Sportgeräte im Urlaub versichern – wie sinnvoll ist das?

Obwohl einige Sportgeräte wie ein Rennrad sehr teuer sind, möchten viele Hobbysportler auch im Urlaub nicht darauf verzichten. Daher bieten einige Versicherer spezielle Urlaubsversicherungen für Sportgeräte an. Aber haben diese Versicherungen auch einen richtigen Nutzen?

Wenn Sie Ihr Rennrad, den Tennisschläger oder die Golfausrüstung mit in die Ferien nehmen, wird die Reise nicht nur durch das zusätzliche Gewicht teurer. Richtig groß wird der Schaden, wenn die Sportausrüstung während des Flugs oder im Urlaub beschädigt oder gestohlen wird.

Da der Wert vieler Sportartikel deutlich höher ist als der von normalem Gepäck, werden diese von einer normalen Reisegepäckversicherung oft nicht oder nur zum Teil abgedeckt. Bei der ERV, einem Unternehmen der ERGO-Gruppe, sind Sportgeräte in einer normalen Reisegepäck-Versicherung nur bis 25 Prozent des Versicherungswerts abgesichert. Für mehr Schutz des Equipments gibt es bei einigen Anbietern spezielle Sportgeräte-Versicherungen.

Leistungen

Versichert sind zum einen der Transport in den Urlaubsort und der Gebrauch vor Ort. Hier ist das Equipment sowohl gegen Beschädigung wie auch gegen Abhandenkommen abgesichert. Weiter wird von der Versicherung Ersatz gestellt, wenn die Ausrüstung so beschädigt wurde, dass sie repariert werden muss und vorübergehend nicht benutzt werden kann.

Aber auch hier gibt es Grenzen. Bei der ERV beispielsweise gilt die Sportgeräte-Versicherung nur bis zu einem Maximalwert von 4.000 Euro. Wie hoch die tatsächliche Versicherungssumme ist, hängt auch davon ab, ob eine Selbstbeteiligung in der Police besteht und wie hoch diese ist.

Für wen lohnt es sich?

Grundsätzlich ist es immer sinnvoll, sich zu überlegen, ob man wirklich die eigene Ausrüstung mit in den Urlaub nehmen möchte. Bei beliebten Reisezielen für Sport-Ferien oder Trainingslager gibt es im Ferienort die entsprechende Ausrüstung zu leihen. Bei Flugreisen kann das zusätzliche Gewicht zudem sehr teuer werden.

Viele Sportgeräte, wie Skier oder Tennisschläger, kosten nicht so viel, dass ein Verlust nicht zu verschmerzen wäre. Und die Gefahr, dass die Ausrüstung nicht mehr benutzbar ist, ist recht klein. Wer sich an einem Kratzer oder einer Delle nicht stört, muss sich dagegen auch nicht versichern. Auch bei sehr teurer Ausrüstung, wie beispielsweise einem High-Tech-Fahrrad, macht die Versicherung nur bedingt Sinn, wenn der Wert des Rades die Höchstsumme der Police übersteigt.

Wer unbedingt sein eigenes, teures Equipment mitnehmen möchte kann das natürlich auch gerne versichern. Allerdings sollte man vorher prüfen, ob und in welchem Umfang die Sportgeräte bei der jeweiligen Versicherung nicht bereits in einer normalen Reisegepäckversicherung mitversichert sind. Dann könnte man durch das Abschließen einer normalen Reisegepäckversicherung gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und einen sorglosen Urlaub verleben.

 

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team