Zukünftige Mitarbeiter wollen mehr als nur ein gutes Gehalt pixabay.com
  • Derk Hoberg

Zukünftige Mitarbeiter wollen mehr als nur ein gutes Gehalt

Der Mangel an Arbeitskräften stellt in Deutschland schon seit Jahren ein Problem dar. Wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilt, fehlen derzeit 1,2 Millionen Arbeitskräfte. Zwei Drittel davon sind Fachkräfte. Auch in den rund 390 Ausbildungsberufen können 60.000 Lehrstellen nicht besetzt werden. Es dauert im Durchschnitt zwischen drei und vier Monate, bis eine Stelle wieder besetzt werden kann. Das kostet die Unternehmen rund 30 Milliarden Euro im Jahr. Die Personalabteilungen müssen sich also etwas einfallen lassen, um passende Arbeitskräfte zu finden und für das Unternehmen zu gewinnen.

Das Unternehmen optimal präsentieren

Online-Stellenbörsen kommt in diesem Zusammenhang eine übergeordnete Bedeutung zu. Die in Deutschland bekannteste und größte Online-Stellenbörse ist stellenanzeigen.de. Auf dieser Plattform haben Unternehmen die Möglichkeit, sich in einem Arbeitgeberprofil mit ausführlichen Beschreibungen, Bildern und Interviews mit Mitarbeitern und Kunden zu präsentieren. Die Stellenanzeige wird bei fachspezifischen und regionalen Partnern positioniert und so die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen erhöht. Ein spezielles Reichweiten-Tool misst und analysiert die Klickrate der Anzeigen. Für Jobsuchende bietet die Stellenbörse umfangreiche Suchfunktionen sowohl nach Berufsgruppen als auch regionalen Jobangeboten. Stellenanzeigen.de bringt Arbeitgeber und zukünftige Arbeitnehmer zusammen.

Unternehmenskultur ist gefragt


Eine Stellenanzeige allein reicht aber nicht mehr aus. Arbeitnehmer erwarten heute mehr als ein angemessenes Gehalt von ihrem künftigen Arbeitgeber. Bei der Jobsuche spielen außerdem Aspekte wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, das Betriebsklima und die Jobsicherheit eine große Rolle. Darauf müssen sich die Unternehmen einstellen und die Arbeitsbedingungen anpassen. Mitarbeiter wollen sich mit dem Unternehmen, für das sie tätig sind, identifizieren können, es muss zu ihrem Lebensstil und ihren Werten passen.

Zusatzleistungen sind willkommen

Der Arbeitsmarkt hat sich zugunsten der Arbeitnehmer verändert. Konnten sich früher Arbeitgeber unter einer Vielzahl von Bewerbern den passenden Mitarbeiter aussuchen, ist es heute genau umgekehrt. Neue Mitarbeiter müssen regelrecht umworben werden, das Unternehmen muss die Bewerber von seiner Qualität überzeugen. Auch wenn das Gehalt nicht mehr unbedingt im Mittelpunkt für den Bewerber stehen mag, finanzielle und soziale Zusatzleistungen können für die Job-Entscheidung durchaus wichtige Kriterien sein. Gerade in Zusammenhang mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf können Homeoffice, Jobtickets oder gar ein unternehmenseigener Kindergarten das Interesse der Bewerber wecken. Karrierechancen, die Möglichkeit, sich zu entfalten und selbstständig zu arbeiten sind weitere Aspekte, die für ein Unternehmen als zukünftiger Arbeitgeber sprechen. Große Unternehmen haben es in diesem Fall leichter als kleinere. Mittelständischen und kleinen Unternehmen fehlt häufig der finanzielle Spielraum. Es gibt aber auch für sie Mittel und Wege, neue Arbeitnehmer zu finden, beispielsweise durch bezahlte Weiterbildungsangebote, Verpflegung oder angepasste Arbeitszeitregelungen.

Neue Modelle für mehr Freiheit


Die Digitalisierung hat auch ganz neue Arbeitsmodelle wie Homeoffice, Arbeiten in rein virtuellen Teams oder auch Co-Working-Spaces für Arbeitnehmer interessant gemacht. Jedes Modell bietet dem zukünftigen Mitarbeiter ein freieres Arbeiten ohne generelle Präsenzpflicht. Im Homeoffice ist mehr Selbstorganisation gefragt, dafür bietet dieses Modell auch die größten Freiheiten. Virtuelle Teams arbeiten auch international zeit- und ortsunabhängig miteinander. Und moderne Co-Working-Spaces fördern den Austausch in einer kreativen Arbeitsatmosphäre.

Es gibt zahlreiche Maßnahmen, um die Attraktivität einer Arbeitsstelle zu verbessern. Für Unternehmen kommt es darauf an, sich von den Mitbewerbern abzuheben. Personal-Recruiting funktioniert wie der Verkauf: Es bedarf einer ausgeklügelten Marketing-Strategie.