Luxus-Geldanlagen mit hoher Rendite – Teil 1: Oldtimer istockphoto.com/carolo7
  • Marco Heibel

Luxus-Geldanlagen mit hoher Rendite – Teil 1: Oldtimer

Wer hohe Renditen erzielen möchte, investiert sein Geld üblicherweise in Aktien. Dabei gibt es Geldanlagen mit noch größerem Potenzial. Teil 1: Oldtimer.

Kennen Sie das teuerste Auto der Welt? Es ist der Ferrari 250. Ein solches Vehikel (Baujahr 1957) hat 2011 für 12 Millionen Euro den Besitzer gewechselt – wohl dem, der das Auto zuvor besessen hat. Doch es geht auch „billiger“: Einen Porsche 911 etwa kann man auf Auktionen oder im Internet für rund 50.000 Euro erstehen. Wer die nötige Geduld mitbringt, kann den 911er in 10 Jahren für den doppelten Preis verkaufen. Eine solche Rendite ist auf dem Aktienmarkt nur mit viel Glück zu erzielen.

Oldtimer: Konstante Wertsteigerung

Gerade Oldtimer und Pkw-Klassiker sind eine relativ sichere Geldanlage, weil der Markt groß ist und Sachwerte relativ unabhängig von Weltwirtschaftslage sind. Das belegt auch der Oldtimer-Preisindex Dox: Demnach haben Oldtimer in Deutschland (30 Jahre und älter) seit 1999 im Schnitt sechs Prozent an Wert zugelegt. Damit ist die Geldanlage Auto weniger schwankend und somit sicherer als die meisten Aktien. Der deutsche Aktienindex (DAX) hat seitdem jedenfalls keine 6 Prozent zugelegt, sondern – nach einem Zwischenhoch im Jahr 2007 – im Zuge der Weltwirtschaftskrise im gleichen Zeitraum knapp 15 Prozent verloren.

Kein Wunder, dass sich die Zahl der Oldtimer in Deutschland mit 300.000 seit der Jahrtausendwende beinahe verdreifacht hat. Die größten Renditen sind naturgemäß im Segment ab einem Kaufpreis von über 500.000 Euro zu erzielen. Das hängt zum einem mit der Exklusivität des Vehikels zusammen, andererseits damit, dass die Fixkosten (Garage, Steuer, Versicherung, Betriebskosten etc.) bei einem solchen Automobil weniger stark ins Gewicht fallen. Wichtig: Auch Oldtimer sollten regelmäßig gefahren werden, damit die Dichtungen nicht porös werden und die beweglichen Teile nicht einrosten. Fahrten bedeuten hier keinen Verschleiß, sondern Werterhalt.

Vorsicht vor „Schnäppchen“

Autos mit einem Anschaffungspreis von weniger als 100.000 Euro gelten nur bedingt als gute Anlage. Das trifft insbesondere dann zu, wenn das Auto bereits mehrere Macken hat. Eine Restauration treibt die Kosten schnell in die Höhe. Hier kann es sinnvoller sein, gleich in einen „fertigen“ Oldtimer zu investieren, der in einem guten Zustand ist. Eigentlich ist es unnötig zu erwähnen, vor dem Kauf eines Oldtimers einen Sachverständigen zu Rate zu ziehen.

Je originaler und origineller, desto besser

Generell gewinnen Oldtimer am ehesten an Wert, wenn sie möglichst viele Originalteile besitzen. Auch wenn das Auto einen berühmten Vorbesitzer hatte, nachweislich eine besondere Geschichte „erzählt“, oder schlicht und einfach in niedriger Stückzahl produziert wurde bzw. nur noch wenige Exemplare existieren, sind die Gewinnchancen gewaltig – das nötige Kleingeld für die Investition vorausgesetzt.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team