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  • Jörg Birkel

Oldtimer als Wertanlage

Die aktuellen Niedrigzinsen bereiten Anlegern immer noch Kopfschmerzen. Wie lässt sich das sauer angesparte Geld verlustfrei anlegen, wenn Sparbuch, Festgeld und Staatsanleihen kaum noch die Inflation ausgleichen? Im Gegensatz dazu versprechen Oldtimer traumhafte Gewinne.

Aber halten alte Autos auch, was sie versprechen? Welche Renditeerwartungen sind realistisch?

Es gibt natürlich Oldtimer, deren Wert ist schier unglaublich. Der derzeit teuerste Oldtimer der Welt ist ein Mercedes-Benz W196 R von 1954. Er wurde jüngst für umgerechnet etwa 22,6 Millionen Euro versteigert. Das sind allerdings Dimensionen, in denen ein Kleinsparer nicht mitmischen kann.

Dennoch kann sich die Investition in jüngere Oldtimer, so genannte Youngtimer, auch für Ottonormalverbraucher durchaus lohnen. So kann man mit einem gut erhaltenen VW-Käfer der Baujahre 1967 bis 1973 mittlerweile fünfstellige Summen erzielen, während dieses Modell vor einigen Jahren noch unter 1000 Euro zu haben war.

Wer da den richtigen Riecher hat, kann sich definitiv über eine lukrative Wertentwicklung freuen. Allerdings sollte man sich vorab in das Thema einlesen und keine übereilten Käufe tätigen.

Den tatsächliche Wert eines Oldtimers kann nur ein Fachmann ermitteln. Eine erste Vorstellung bekommen Sie aber über das Portal Classic-Tax. Hier können Sie Oldtimer-Preise berechnen.

Neben den Rendite-Erwartungen sollte man aber auch die laufenden Kosten im Auge behalten. Garagenkosten, Wartung, Versicherung, Steuer, Ersatzteilen und Reparaturen bei Oldtimer-Spezialisten können die Rendite nämlich schnell wieder aufgefressen. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf etwa 3 bis 4 Prozent im Jahr. Mit einem schleichenden Wertverlust wie bei Neuwagen ist dagegen eher selten zu rechnen.

Dennoch können Young- und Oldtimer eine lohnenswerte Geldanlage mit überschaubaren Risiko sein.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team