Neuer Job – Was tun wenn der Headhunter klingelt thinkstockphotos.de
  • Christian Riedel

Neuer Job – Was tun wenn der Headhunter klingelt

Fachkräfte sind selten geworden in Deutschland. Entsprechend konkurrieren die Firmen mit einander und versuchen, sich die besten Mitarbeiter abzuwerben. Für die Fachkräfte ist das eine einfache Möglichkeit, einen neuen, vielleicht besser bezahlten Job zu finden. Aber trotzdem ist Vorsicht geboten, wenn man am Telefon einen neuen Job angeboten bekommt.

Etwas martialisch nennt man die Personalberater auch „Headhunter“, also Kopfjäger, die für Unternehmen auf die Suche nach neuen Mitarbeitern gehen. Ihre Aufgabe ist es, nach Mitarbeitern Ausschau zu halten, die entsprechende Voraussetzungen erfüllen, die im jeweiligen Unternehmen gesucht werden. Ihre Kandidaten finden sie oft bei Konkurrenten. Von dort versuchen sie, die Mitarbeiter mit hohen Gehältern und besseren Arbeitsbedingungen abzuwerben. Daher genießen diese modernen Kopfgeldjäger in vielen Branchen keinen besonders hohen Stellenwert.



Für die Arbeitnehmer selber ist es oft eine Überlegung wert, sich zumindest mit den Headhuntern zu treffen. Denn auch wenn diese in der Regel nicht direkt verraten, für welches Unternehmen sie genau arbeiten, sind zumindest die Angebote verlockend. Mehr Gehalt, Personalverantwortung, bessere Arbeitsbedingungen, mehr Urlaub, einen Dienstwagen oder ein eigenes Büro sind normale Angebote, mit denen ein Headhunter versucht, einen Jobwechsel schmackhaft zu machen. Dennoch sollte man nicht direkt in Euphorie verfallen, wenn man von einem Personalberater angerufen wird. Schließlich ist man nur einer von mehreren möglichen Kandidaten. Zum anderen muss man auch bei einem unverbindlichen Angebot die Firma, die hinter dem Angebot steht, noch überzeugen. Zum dritten müssen die Angebote nicht immer der Wahrheit entsprechen. Zum Vierten muss ein höheres Gehalt nicht immer auch mehr Geld bedeuten. Und letztendlich ist oft auch ein Ortswechsel notwendig, um die neue Stelle auch antreten zu können.

Kontaktaufnahme


In der Regel erfolgt der erste Kontakt am Telefon. Mittlerweile nutzt der eine oder andere Personalberater auch die E-Mail, doch meistens wird man vom Headhunter am Arbeitsplatz angerufen, sodass sich hier bereits die ersten Probleme ergeben können. Schließlich wird man nicht direkt am Telefon über einen möglichen neuen Job reden können. Daher stellen die meisten Personalberater meist nur Fragen, auf die man mit „Ja“ und „Nein“ antworten kann und machen anschließend einen privaten Termin aus, um das eigentliche Interessengespräch durchzuführen. Bis es soweit ist, sollten Sie sich schon darüber im klaren sein, ob Sie an einem Jobwechsel interessiert sind und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen und ob Sie bereit sind, beispielsweise einen Umzug dafür in Kauf zu nehmen.



Klar ist, dass Sie nur mit dem Telefonat keinen neuen Job bekommen werden. Insofern ist es am Telefon erst einmal wichtig, Informationen über den potentiellen neuen Arbeitgeber zu sammeln und auch sich selber in ein gutes Licht zu rücken. Wie bei jedem anderen Vorstellungsgespräch ist es wichtig, die eigenen Vorzüge hervorzustellen aber auch über eventuelle Nachteile nicht zu lügen. Wenn Sie etwas nicht können, wird man das beim eigentlichen Vorstellungsgespräch schnell herausfinden. Auch die Frage „Wie sind Sie auf mich gekommen“, sollten Sie sich verkneifen Sie können davon ausgehen, dass der Headhunter eine Vielzahl an Kandidaten geprüft und angerufen hat, sodass Sie sich diese Frage eigentlich schon selber durch Ihre Position, Ihre Fähigkeiten und Ihren bisherigen Werdegang beantworten können. Bleiben Sie am Telefon sachlich und interessiert und verfallen Sie nicht in Euphorie. Das wirkt unprofessionell. Versuchen Sie auch die Frage nach dem möglichen neuen Arbeitgeber zu vermeiden. Hier werden Sie ohnehin keine klare Antwort bekommen. Wenn der Headhunter davon überzeugt ist, dass Sie zu der unbekannten Firma passen, wird er Sie im Normalfall zu einem persönlichen Treffen einladen. Hier haben Sie die Chance, einen guten Eindruck zu hinterlassen, um dann tatsächlich an das neue Unternehmen vermittelt zu werden. Treten Sie bei so einem Treffen nicht zu großspurig auf, sonst werden Sie den guten Eindruck, den Sie am Telefon gemacht haben, schnell wieder kaputt machen.



Haben Sie am Telefon und beim Treffen einen guten Eindruck hinterlassen, ist die weitere Vorgehensweise in der Regel dieselbe. Man wird Sie bitten, einen Lebenslauf zu verfassen und an den Personalberater zu schicken. Unter den Kandidaten werden dann fünf bis zehn Bewerber ausgewählt und zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Hier sollten Sie schon klare Vorstellungen über Ihre Gehaltsvorstellungen, die Karriere und alles was bei einem Jobwechsel beachtet werden muss (Versicherung, Betriebsrente,...) haben.



Mehr Informationen finden Sie bei Interim. Interim Management Hamburg zählt zu den erfahrenen Anbietern im Bereich Personalberatung.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team