Betrug am Geldautomaten – So können Sie sich schützen istockphoto.com/skynesher
  • Marco Heibel

Betrug am Geldautomaten – So können Sie sich schützen

Der Datendiebstahl an Geldautomaten wird immer häufiger und die Tricks immer raffinierter. Die Betrüger stellen Banken und Polizei vor große Herausforderungen. Erfahren Sie hier, woran Sie manipulierte Automaten erkennen und wie Sie sich vor dem Betrug schützen können.

Das so genannte „Skimming“, also das Auslesen von Bankkarten, wird zu einem immer größeren Problem in Deutschland.

Skimming: Wie gehen die Täter vor?

Die Täter setzen hierbei vornehmlich manipulierte Tastaturen-Attrappen ein, die die PIN-Nummern abgreifen, sowie am Schlitz aufgesetzte Kartenauslesegeräte, welche die Kontodaten ausspähen. Auch Kameras, die die Eingabe der PIN-Nummern abfilmen, werden häufig eingesetzt. Anschließend fälschen die Täter die Karte und plündern aus dem Ausland die Konten ihrer Opfer.

Eine relativ neue Methode ist das so genannte „Cash Tapping“. Hierbei bringen die Täter eine baugleiche Attrappe des Verschlusses über der Geldausgabe an. Durch einen Klebestreifen auf der Rückseite verhindern sie dabei, dass das Geld an den Kunden herausgegeben wird. Das Geld wird ganz normal abgebucht, der Klebestreifen verhindert, dass das Geld wieder eingezogen wird. Ist der geneppte Kunde dann verschwunden, lösen die Täter die Attrappe und verschwinden mit dem Geld.

Woran erkennt man manipulierte Automaten?

Besonders die Attrappen der Tastenfelder sehen täuschend echt aus. Manipulierte Automaten verraten sich noch am ehesten durch Löcher oder Kameras in der Ummantelung. Außerdem sollten Sie vor dem Einführen der Karte einmal am Schlitz rütteln. Wackelt dieser oder löst er sich, spricht einiges für eine Manipulation.

Wie kann man sich sonst noch schützen?

  • Nutzen Sie nach Möglichkeit nur Automaten, die sich in Bankgebäuden befinden. Bankfoyers sind in der Regel videoüberwacht. Um die machen Betrüger eher einen Bogen als um offene Automaten, etwa an Einkaufsstraßen, Tankstellen oder Bahnhöfen.
  • Achten Sie darauf, dass Ihnen niemand bei der PIN-Eingabe über die Schulter schaut. Verdecken Sie zusätzlich das Eingabefeld mit Ihrem Körper und einer Hand.
  • Geben Sie Ihre PIN niemals am Türöffner einer Bank ein. Öffnet sich die Tür nicht durch das Einstecken der Karte, ist etwas faul.
  • Kontrollieren Sie außerdem regelmäßig Ihre Kontoauszüge. Wer sein Konto mit einem Tageslimit ausstattet, verhindert im schlimmsten Falle, dass das Geld auf einen Schlag weg ist.Informieren Sie Ihre Bank, wenn der Automat kein Geld herausgibt (s. Cash Tapping).
  • Informieren Sie Ihre Bank und sperren Sie Ihre Karte umgehend, wenn sie einbehalten wurde. Der bundesweite Sperrnotruf lautet: 116 166.
Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team