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  • Marco Heibel

Existenzgründung: Was gehört in einen Businessplan?

Eine tolle Geschäftsidee zu haben, ist das eine. Doch ohne das nötige Kapital lassen sich die wenigsten Ideen umsetzen. Mit einem Businessplan überzeugen Sie Investoren und Banken von Ihrem Vorhaben. Doch was gehört in einen Businessplan hinein?

 

Ein Businessplan ist nicht nur ein Mittel, um andere zu überzeugen. Er bringt auch den Existenzgründer dazu, sich ernsthaft mit seinem Vorhaben auseinanderzusetzen und einen systematischen Handlungsplan zu entwickeln. Auch Lücken und Defizite, an denen es zu arbeiten gilt, werden beim Verfassen eines Businessplans ersichtlich. Sie schreiben einen Businessplan also nicht nur für andere, sondern immer auch für sich selbst.

Was gehört in einen Businessplan?

Sinn und Zweck eines Businessplans ist es, andere davon zu überzeugen, dass Ihr Geschäftsvorhaben funktionieren kann und dass genau Sie derjenige sind, der es auch umsetzen sollte.

Geschäftsidee

Stellen Sie Ihre Geschäftsidee vor. Erläutern Sie, wie Sie auf Ihre Idee gekommen sind. Da es sich hierbei meist um einen Prozess handelt, enthält dieser Punkt des Businessplans oft auch einige biographische Angaben. Statistiken, die Ihre Thesen untermauern und Erfolgschancen aufzeigen, machen Eindruck auf den Leser.

Persönliche Voraussetzungen

Was qualifiziert Sie dazu, Ihre Geschäftsidee umzusetzen? Haben Sie sich etwa bestimmte Kompetenzen angeeignet, Erfahrungen gesammelt oder sich ein großes Netzwerk aufgebaut? Auch Referenzen und Vorerfahrungen in diesem Sektor können an dieser Stelle genannt werden. 

Einschätzung der Marktlage/Wettbewerbssituation

Gibt es bereits riesige Konkurrenz auf Ihrem Segment, oder beackern Sie weitgehend unbearbeitetes Gebiet? Auch hier sollten Sie Ihre Argumente nach Möglichkeit mit aktuellen Zahlen untermauern.

Kundenakquise

Legen Sie hier Ihre Marketingstrategie dar. Auf welchen Kanälen und in welcher Form wollen Sie potenzielle Kunden ansprechen?

Standortwahl

Je nach Gewerbe und potenziellem Kundenkreis ist auch die Standortwahl von entscheidender Bedeutung. Begründen Sie, warum Sie sich ausgerechnet für den Standort XY entscheiden. Auch hier untermauern Statistiken Ihre Argumentation.

Zukunftsaussichten

Hier können Sie „punkten“, indem Sie schon einmal einen Blick über den Tellerrand wagen und mittel- bis langfristige Vorhaben darlegen.

Investitionsplan

Nun geht es an die harten Zahlen. Legen Sie dar, welche Investitionen Sie tätigen müssen, um Ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen (Büromobiliar, technisches Equipment, Material, Personal etc.).

Umsatz- und Rentabilitätsplan

Hier legen Sie in Form einer Einnahmen-Ausgaben-Kalkulation mindestens für die ersten 12 Monate nach der Gründung dar, welche monatlichen Einnahmen und Ausgaben zu erwarten sind. Hier wird auch ersichtlich, ab wann Sie nach Ihrer Prognose in die Gewinnzone vordringen.

Liquiditätsplan

Im Liquiditätsplan legen Sie dar, über welche Einnahmequellen Sie bereits verfügen. Außerdem können Sie hier angeben, wie hoch die Erlöse aus Ihrer Geschäftsidee sein müssten, um Ihre Existenz zu sichern.

Lebenslauf

Last but not least darf ein Lebenslauf mit Ihren beruflichen Stationen und Qualifikationen in Ihrem Businessplan nicht fehlen.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team