Unternehmensgründungen - Warum nicht jedes Startup zu einer Erfolgsgeschichte wird istockphoto.com/Squaredpixels
  • Christian Riedel

Unternehmensgründungen - Warum nicht jedes Startup zu einer Erfolgsgeschichte wird

Laut statistischen Erhebungen des Institutes für Mittelstandsforschung (IFM), wurden in Deutschland im vergangenen Jahr 338.000 Existenzgründungen vollzogen. Dieser an sich erfreulich hohen Zahl stehen leider aber auch 354.000 Insolvenzen gegenüber. Das Scheitern der meisten Startups basiert auf ähnlichen Problemen und Ursachen. Wir wollen zeigen, was vermeidbare Fehler sind und wie ein Startup zum Erfolg geführt werden kann.

 

Die häufigsten Gründe für Misserfolg:


Wenn ein Startup scheitert, liegt es meistens an denselben Gründen. Diese sind:

  • Fehlende Branchenkenntnisse
  • Eine unzureichend durchdachte und mangelhaft umgesetzte Finanzierung
  • Unklare Bestimmung der zu erreichenden Zielgruppe
  • Mangelndes Fachpersonal
  • Defizite bei der Vermarktung des eigenen Produkts
  • Falsche Wahl der Geschäftspartner
  • Team-interne Differenzen und Streitigkeiten
  • Auf kaufmännischer Unkenntnis beruhende Fehler bei der wirtschaftliche Kalkulation


Nach Einschätzung von Experten gelingt es nur zehn Prozent aller Startups, sich mit dauerhaftem wirtschaftlichen Erfolg am Markt zu behaupten. Dementsprechend zurückhaltend ist man auch derzeit noch an der Deutschen Börse, wenn es um die jungen Unternehmen geht. Angesichts der großen Zahl an Firmenpleiten, stellt sich für alle potentiellen Gründer die Frage, was erfolgreiche Startups am Ende ausmacht. Gemeinsam sind ihnen ein paar kontinuierlich bestimmte Grundregeln und Strategien.

Die wichtigsten Erfolgsfaktoren:

Identifikation:

Eine hohe Identifikation mit der eigenen Geschäftsidee ist eine unabdingbare Grundbedingung für den langfristigen Erfolg eines Startups. Sofern diese nicht vorhanden ist, wird ein Gründer kaum die Kraft und Ausdauer aufbringen, sein Unternehmen auch in schwierigen Zeiten mit der nötigen Entschlossenheit zu lenken.




Analyse der eigenen Marktposition:

Erfolgreiche Startups sind dazu in der Lage, das eigene Marktsegment detailliert auszuleuchten und unternehmerische Chancen und Risiken zu erkennen. Ein derartiges Vorgehen erfolgt nicht nur zu Beginn der unternehmerischen Tätigkeit, sondern wird als fortlaufender Prozess verstanden. Zudem können sie analysieren, inwieweit sich die eigenen Produkte oder Dienstleistungen von denen der Konkurrenz unterscheiden. Im Optimalfall gelingt es auf diese Weise, Marktnischen zu entdecken und wertvolle Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz zu erlangen.




Klare Unternehmensstrukturen:

Da endlose Diskussionen und Kompetenzgerangel das Vorwärtskommen und den Erfolg eines Startups nachhaltig gefährden können, achten erfolgreiche Startups darauf, schon zu Beginn der unternehmerischen Tätigkeit klare Kompetenzbereiche zwischen den Mitarbeitern abzustecken.




Misserfolge verarbeiten:

Es ist vollkommen normal, dass ein Startup zu Beginn auch kleinere und größere Misserfolge verzeichnet. Anstatt sich von diesen Nackenschlägen entmutigen zu lassen, analysieren erfolgreiche Startups die dafür verantwortlichen Ursachen und ergreifen korrigierende Maßnahmen.




Strategien verändern und anpassen:

Erfolgreiche Startups zeichnen sich dadurch aus, Strategien verändern und anpassen zu können. Sie haben die Fähigkeit Marktentwicklungen antizipieren zu können und sind dazu in der Lage, vorausschauend zu handeln.




Die Wirtschaftlichkeit im Auge behalten:

Neben Marketingstrategien kommt es immer auch auf das betriebswirtschaftliche große Ganze an. Um nicht trotz guter Basis an Fehlkalkulationen zu scheitern, empfiehlt es sich auch hier, immer den Überblick zu behalten. Es lassen sich leicht erfahrene Wirtschaftsprüfer finden, z.B. am beliebten Standort Berlin, die diesen Job übernehmen.

Eine relativ hohe Quote erfolgreich verlaufender Existenzgründungen lässt sich innerhalb der Internetbranche verzeichnen. Ein wichtiger Grund hierfür ist, dass sich Unternehmen in diesem Bereich mit einem relativ geringen Kostenaufwand gründen und führen lassen. Zudem haben sich in jüngerer Vergangenheit in der Welt des Internets verschiedene Plattformen gebildet, über die potentielle Investoren für die Finanzierung des eigenen Unternehmens gewonnen werden können.



Durch Scheitern lernen

Die in Deutschland im Vergleich zu Ländern wie den USA eher schwach ausgeprägte Gründerkultur krankt unter anderem auch daran, dass das Scheitern eines Startups hierzulande von der Außenwelt zumeist als Fehlschlag und Schande gewertet wird. Experten, wie der mittlerweile erfolgreich agierende Bonner Seriengründer Frank Thelen, weisen darauf hin, dass gerade auch ein Scheitern Gründern die Möglichkeit bietet, aus den begangenen Fehlern zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen. Dennoch lässt sich vielerorts auch eine deutliche Verbesserung des Klimas für Unternehmensgründungen beobachten: Um bessere Bedingungen für Startups zu schaffen, ist die Politik vielerorts zunehmend darum bemüht diese mit finanziellen Mitteln zu unterstützen. So plant beispielsweise das Land Berlin, einen 100 Millionen Euro umfassenden Fonds einzurichten, dessen Aufgabe es ist, frisches Kapital für junge Startups zur Verfügung zu stellen.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team