Kalte Progression frisst Gehaltserhöhung Thinkstockphotos.de
  • Jörg Birkel

Kalte Progression frisst Gehaltserhöhung

Laut einem Bericht der Bildzeitung bleibt in diesem Jahr von einer Gehaltserhöhung kaum etwas übrig. Schuld ist die so genannte kalte Progression. Durch ein höheres Einkommen steigt auch die Steuerlast und frisst so fast das ganz Gehaltsplus gleich wieder auf. Zu diesem Ergebnis kommt der Bund der Steuerzahler.

Mit jeder Gehaltserhöhung steigt auch der Steuersatz und unter Umständen bleibt so nicht mehr viel übrig. Das nennt man auch kalte Progression. Bekommt beispielsweise ein Angestellter mit einem monatlichen Bruttogehalt von 2.000 Euro einen Gehaltserhöhung von 3 Prozent, steigt damit auch seine Einkommenssteuer um 6,5 Prozent. Dadurch bleibt vom Gehaltsplus leider nur noch wenig übrig.

Bei einem Ehepaar mit 3.500 Euro Bruttoeinkommen steigt die Steuerlast nach einer 3-prozentigen Gehaltserhöhung sogar um 7,4 Prozent.

Nach Informationen der Bildzeitung will die Union diese versteckte Steuererhöhung offenbar abschaffen. Nachdem man mit dem letzten Vorschlag zur Abschaffung der kalten Progression noch im Bundesrat gescheitert ist, will man nach der Regierungsbildung das Thema schnell wieder auf die Agenda holen, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union Michael Fuchs. Das sei eine Frage der Steuergerechtigkeit.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team