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  • Jörg Birkel

Niedrigzins: Finanztest rät zum Aktienkauf

Das Sparvermögen der Deutschen schrumpft. Schuld sind die derzeitigen Niedrigzinsen. Wer sein Geld weiter aufs Sparbuch einzahlt, verringert sein Vermögen. Auch Tagesgeld und Lebensversicherungen bringen derzeit nur geringe Renditen. Finanztest rät Sparern daher zum Aktienkauf.

Der Absturz der T-Aktie ist vielen Sparern noch vom Gedächtnis und hat die damals aufkommende Euphorie für Aktien als Anlageform nachhaltig gedämpft. Trotz Finanzkriese sind die Deutschen immer noch zögerlich mit dem Kauf von Anteilsscheinen.

Mehr denn je ist der deutsche Sparer auf Sicherheit bedacht und sucht nach fest verzinslichen Wertpapieren ohne Risiken. Entsprechend scheu wird in Aktien investiert. Bei der aktuellen Niedrigzinspolitik der Europäischen Staaten könnte das ein Fehler sein.

Zwar bieten Tagesgeld und Festgeldkonten eine höhere Zinssicherheit, aber dafür lässt die steigende Inflation das Realvermögen schrumpfen. Das haben auch die Redakteure der Zeitschrift Finanztest erkannt und empfehlen ihren Lesern daher in Aktien zu investieren.

Aktien hätten zwar ein höheres Risiko, aber einfach so seinem Geld auf dem Festgeldkonto beim Schwinden zusehen, sei auch keine Lösung, so die Redakteure. Aktien seien zudem eine vernünftige Geldanlage. Das gilt vor allem dann, wenn man langfristig denkt.

Vorteilte von Aktien sind aber nicht nur die höheren Renditeaussichten, sondern auch der Umstand, dass diese einen Sachwert darstellen. Anders als bei reinen Geldwertanlagen erwirbt man mit einer Aktie ja einen Anteil an einem Unternehmen. Schwerte haben größere Chancen Zeiten von Inflation unbeschadet zu überstehen.

Beim Kauf von Aktien gibt es ein paar einfache Regeln zu beachten, um das Risiko zu minimieren:

  1. Nie mit geliehenem Geld spekulieren.
  2. Nur so viel Geld investieren, wie man auch erübrigen kann.
  3. Bei Aktien sollte man Geduld mitbringen, auf lange Sicht entwickeln sich die Kurse nach oben.
  4. Nicht auf ein Pferd setzen, sondern breit streuen.
  5. Wer sich nicht auskennt, sollte nicht auf kurzfristige Gewinne spekulieren, sondern auf solide Werte setzen.
  6. Aktien sollten nur einen Teil des Vermögensaufbau ausmachen.

Wer sich dennoch nicht täglich mit den Aktienmärkten auseinandersetzen möchte, kann auch in einen Aktienfonds investieren. Diese streuen das angelegte Kapital in verschiedene Unternehmen und werden professionell gemanagt. Lassen Sie sich von einem unabhängigen Experten beraten.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team