Wie bekomme ich mehr Geld für mein Gold? ESG
  • Redaktion

Wie bekomme ich mehr Geld für mein Gold?

Wegen der Finanz- beziehungsweise Staatsschuldenkrise war der Goldpreis in den letzten Jahren stetig angestiegen. Doch durch Großverkäufe von US-Banken fiel der Wert des Edelmetalls im April auf den Stand von 2010 zurück.


Dieser Trend hat natürlich auch Auswirkungen auf den Ankauf von Schmuck, Zahngold und Münzen.

„Wer als Privatperson sicher und zu optimalen Preisen verkaufen möchte, sollte bei rückläufigen Werten mehr denn je darauf achten, wo er sein Gold zu Geld umwandelt“, betont Dominik Lochmann, Geschäftsführer ESG – Edelmetall-Service GmbH & Co. KG.

Wohin mit dem Gold?

Mit schneller und unkomplizierter Ankaufabwicklung werben Juweliere, Ankaufstellen oder Anbieter im Internet. „Um den höchstmöglichen Erlös zu generieren, sollten sich Schmuckbesitzer im besten Fall jedoch nicht an einen dieser Zwischenhändler, sondern direkt an eine Edelmetallschmelze wenden“, weiß Dominik Lochmann.

Denn die Konditionen hängen nicht nur vom aktuellen Goldpreis ab, sondern auch von der exakten Ermittlung des Feingoldgehalts an sich sowie der kalkulierten Recyclingkosten. Zudem entfällt hier die Gewinnspanne für den Zwischenhändler.

Doch das ist nicht der einzige Vorteil. Bei einem Verkauf an eine Edelmetallschmelze lässt sich der Erlös direkt in Anlageprodukte wie Goldbarren, Tafelbarren oder Goldmünzen umwandeln. Verbraucher sollten sich darüber hinaus im Vorfeld im Internet erkundigen.

„Seriöse Anbieter informieren im Netz transparent über Vergütungspreise und Konditionen. Das Ganze passiert tagesaktuell und aufgeschlüsselt nach dem jeweils zu verkaufenden Produkt“, fügt der Experte von der ESG hinzu.

Kunden können so bereits zu Hause den Wert ihres Altgoldes im Groben bestimmen. Dazu muss lediglich der Schmuck anhand von Stempeln vorsortiert, gewogen und mit den aktuellen Ankaufpreisen multipliziert werden.

Feingoldgehalt exakt ermitteln

Jedoch kann man erst nach kontrollierter Ermittlung des Feingehalts genau sagen, wie viel Gold tatsächlich in einem Material steckt. Welche Prüfvorgänge dabei zum Einsatz kommen, hängt von der Beschaffenheit des Goldes ab.
Zum Beispiel wird der Schmuck bei der Einlieferung in die Edelmetallschmelze mit modernsten Analysemethoden wie der Röntgenfluoreszenzanalyse oder der Messung der elektrischen Leitfähigkeit auf Echtheit überprüft. In einer Grafik erscheinen dann alle Elemente des Materials, woraus sich der Feingoldgehalt berechnen lässt. Zusätzlich im Schmuck enthaltene Diamanten fließen ebenfalls in die Auswertung mit ein.

„Abschließend wird aus den ermittelten Werten ein Ankaufspreis abhängig vom aktuellen Umrechnungswert kalkuliert. Hier zeigt sich dann die Verbraucherfreundlichkeit von Edelmetallschmelzen, denn bei einer exakten Bestimmung liegt der Preis zumeist deutlich höher als bei Zwischenhändlern“, erklärt Dominik Lochmann.

Speziell für den Verkauf von Recycling-Altgold lohnt sich also ein Besuch der Edelmetallschmelze. Einzig ausgefallene Einzelstücke, welche einen kunsthandwerklichen Mehrwert besitzen, erzielen bei einer Auktion oft mehr als den Materialwert. Aufgrund des hohen Volumens von altem Schmuck und des veränderten Modegeschmacks von Schmuckkäufern trifft dies jedoch gewöhnlich auf weniger als ein Prozent des von Haushalten angebotenen Altschmuckes zu.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team