Facebook-Marketing – Profil, Gruppe oder Fanseite? Thinkstockphotos.de
  • Jörg Birkel

Facebook-Marketing – Profil, Gruppe oder Fanseite?

Ende der 1990er Jahre hieß es, jede Firma braucht einen Internetauftritt. Ohne Homepage sei man gar nicht mehr existent. So ähnlich fühlt es sich derzeit mit Facebook an. Wer dort nicht präsent ist, wird von den Menschen künftig nicht mehr wahrgenommen.

Das zumindest glauben einige Internetexperten. Heutzutage führe kein Weg mehr an Facebook vorbei. Zugegeben, eine Zeit lang konnte man tatsächlich fast den Eindruck bekommen, dass Facebook das ganze Internet auf den Kopf stellen würde.

Die anfängliche Euphorie ist mittlerweile jedoch merklich abgeflacht, weil Facebook ganz schön viel Zeit verschlucken kann. Nach dem ersten Ausprobieren folgte eine Ernüchterung und die Facebook-Nutzung geht wohl auf ein erträgliches Maß zurück. Gleichzeitig hat sich Social-Media als fester Bestandteil im Marketing-Mix etabliert.

Tipps zum Facebook-Marketing

Wunder sollte man von einem Facebook-Auftritt des eigene Unternehmens nicht erwarten, aber unumstritten eröffnet das Medium neue Kanäle, um direkt mit dem Kunden in Kontakt zu treten.
Allerdings stellt sich die Frage, wie man ein geschäftliches Engagement bei Facebook richtig angeht. Die ersten Erfahrungen mit Facebook macht man in der Regel als User mit einem privaten Profil. Man kann Freunde hinzufügen und sich ein kleines Netzwerk an Kontakten aufbauen. Hier kann man Informationen posten, Umfragen einstellen und Bilder veröffentlichen.

Für ein geschäftliches Engagement ist ein privates Profil jedoch nicht gedacht. Das merkt man allein daran schon, dass man maximal 5.000 Kontakte hinzufügen kann. Danach ist Schluss. Für eine Privatperson mögen 5.000 Kontakte viel klingen, für ein Mittelständler ist es möglicherweise wenig.

Gruppe oder Fanseite?

Eine andere Möglichkeit der Interaktion sind Facebook-Gruppen. Eines Vorweg: Gruppen sind von Facebook ebenfalls nicht als Geschäftsauftritt gedacht, sondern dienen der Organisation von Gleichgesinnten. Hier kann man sich als Privatnutzer austauschen und organisieren.

Gruppen haben allerdings eine Eigendynamik, die sie schwer zu kontrollieren machen, denn alle Gruppenmitglieder können sich hier gleichermaßen einbringen und diskutieren. D.h. sie können bestehende Beiträge kommentieren oder ganz neue Themen eröffnen.

Die tatsächliche Reichweite von einzelnen Beiträgen in einer Gruppe lässt sich dabei nicht ermitteln. Anders sieht es da bei einer Fanseite aus, die von Facebook für Business-Gebrauch entwickelt wurden. Hier kann man beispielsweise die Reichweite von Postings, deren virale Verbreitung und Informationen über die Zielgruppe evaluieren.

Außerdem lassen sich Fanseiten so einstellen, dass sie auch für Nicht-Mitglieder öffentlich einsehbar sind und die Inhalte können per App in die eigene Homepage integriert werden.

Fazit: Wer geschäftliche Absichten verfolgt, sollte sich eine Fanseite einrichten.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team