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  • Christian Riedel

Tipps zum Geld sparen: Stromanbieter wechseln

Zum neuen Jahr werden die Strompreise auf ein Rekordhoch klettern und die meisten von uns nehmen das klaglos hin. Wer sich aber über Strompreise und Stromanbieter informiert, kann bares Geld sparen. Warum also nicht noch in diesem Jahr den Stromanbieter wechseln.
Mit den Strompreisen ist es irgendwie wie mit den Benzinpreisen. Sie klettern und klettern, wir geben immer mehr Geld aus und nehmen das klaglos hin. Der eine oder andere beschwert sich vielleicht lautstark, aber am Ende bleibt nur noch der tiefere Griff in den Geldbeutel. Schließlich kann man nichts gegen die steigenden Preise machen und man ist auf Strom und Benzin angewiesen. Strom hat aber im Vergleich zum Sprit einen entscheidenden Vorteil. Man ist auf keine stationären Versorger angewiesen und kann aus vielen Anbietern auswählen. Mit etwas Geduld können Sie hier viel Geld sparen.

Streitpunkt Energiewende

Die Energiewende war bestimmt gut gemeint. Schließlich soll mehr Energie aus umweltfreundlichen Quellen die Natur schonen. Doch für den Verbraucher geht dieser Schuss nach hinten los. Der Anteil des „grünen Stroms“ soll bis 2020 nicht nur auf 35, sondern auf 40 Prozent steigen. Und einen Großteil der Kosten trägt der Steuerzahler. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der Preis für die EEG-Umlage für eine Kilowattstunde von 3,5 auf rund 5,3 Cent steigen. Dese Umlage macht aber nur einen Teil des Strompreises aus. Es ist davon auszugehen, dass sich beim Strompreis nicht nur die EEG-Umlage erhöhen wird. Auch bei den Netzentgelten, die den Betrieb, die Wartung und den Ausbau der Stromnetze finanzieren, ist von einer starken Preissteigerung auszugehen.

Verbraucherschützer glauben, dass sich der Strompreis im kommenden Jahr durchschnittlich um elf Prozent erhöhen wird. Einige Stromanbieter haben diese Erhöhung bereits angekündigt. Für Geringverdiener ist so eine Preissteigerung beinahe schon existenzgefährdend. Aber auch Besserverdienenden wird dieser Rekordpreis ein tiefes Loch in die Haushaltskasse reißen.

Stromanbieter wechseln

Auch wenn man etwas Arbeit investieren muss, kann es sich lohnen, den Stromanbieter zu wechseln. In der Regel haben Sie bei einer Preiserhöhung ein Sonderkündigungsrecht. Auch wenn das im Vertrag nicht explizit aufgeführt ist, wird es in der Praxis meistens so gehandhabt, dass Sie von diesem Recht auch Gebrauch machen können. Unter welchen Bedingungen Sie aus Ihrem bisherigen Vertrag aussteigen können, steht in der Regel in der Mitteilung Ihres Anbieters über die Kostenerhöhung. Sollte das nicht aufgeführt sein, studieren Sie Ihren Vertrag noch einmal genau. Hier lauert eine kleine Falle. Denn einige Anbieter gestehen ihren Kunden nur eine Frist von wenigen Tagen zu oder verklausulieren die Ausstiegsbedingungen.

Überblick verschaffen

Im Internet gibt es eine Vielzahl an Vergleichportalen, auf denen Sie in wenigen Minuten zwischen verschiedenen Anbietern auswählen können. Die besten davon hat die Stiftung Warentest zusammengefasst. Grundsätzlich errechnet sich der Strompreis aus dem Grundpreis und dem Arbeitspreis, also der Preis für die verbrauchte Kilowattstunde. Meistens lohnt sich ein höherer Fixpreis für Familien oder für Großverbraucher. Bei alleine Lebenden sind ein niedriger Grundpreis und eine stundengenaue Abrechnung in der Regel die günstigere Variante. Am besten lassen Sie sich von Ihrem Anbieter eine Auflistung über Ihren Stromverbrauch der letzten Jahre geben. Anschließend können Sie anhand des Verbrauchs den günstigsten Anbieter in Ihrer Region suchen. Achten Sie bei einem Anbieterwechsel auch auf die Laufzeit oder eine Preisgarantie. So können Sie auch weiter flexibel auf eine Erhöhung reagieren oder längere Zeit von einem stabilen Strompreis profitieren.
Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team