Gold– sichere Geldanlage in Zeiten der Krise? thinkstockphotos.de
  • Christian Riedel

Gold– sichere Geldanlage in Zeiten der Krise?

Gerade während der Finanzkrise gelten Edelmetalle wie Gold und Silber als sicherer Hafen für alle Anleger, die wenig Vertrauen in andere Anlageprodukte haben. Daher steigt der Goldpreis in astronomische Höhen. Beim Goldkauf und auch beim Verkauf gilt es aber, einige Punkte zu beachten.
Die Zeichen für einen Gold-Boom können nicht geleugnet werden – hohe Inflationsraten, hohe Staatsverschuldungen der Industriestaaten, all das fördert das Wachstum des Goldpreises und der Preise anderer Edelmetalle, wie Silber, Platin und Palladium.

Trotzdem sollte man eine Geldanlage in Gold im Vorfeld immer gut überdenken. Denn so sicher, wie es vielerorts propagiert wird, ist Gold nämlich auch nicht. So sank der Goldpreis von 1980 – 2001 stetig, bevor er 2008 in die Höhe schoss und Spitzenwerte erreichte, in Zusammenhang mit der Pleite von Lehman im September 2008; sowohl verunsicherte Privatanleger, als auch Goldspekulanten kauften Gold und in manchen Online Shops für Goldbarren und Anlagemünzen kam es zu einem Lieferstopp, weil nicht mehr genug Ware vorhanden war.

Gold sollte jedoch auch nicht überbewertet werden. Es gibt keine Garantien für steigende Kurse, zumal Gold immer auch schon Objekt von Spekulationen war. Langfristig gesehen bietet es aber Sicherheiten, in Form der Krisensicherung. Bei einem Kollabieren der Finanzmärkte werden auch zukünftig die Edelmetallpreise immer weiter steigen.

Der Kauf von Gold – welche Möglichkeiten habe ich?

Falls man sich dazu entschieden hat, die Position Gold in sein Portfolio mit aufzunehmen, muss man sich Gedanken darüber machen, auf welche Art und Weise man investieren möchte. Eine Möglichkeit sind Gold-Zertifikate und Gold-ETFs. Möchte man das Gold aber in seinen Händen halten, muss man sich auf Goldbarren und Anlagemünzen konzentrieren, jedoch muss man hier einen Aufschlag von 2,5 – 10 Prozent auf den eigentlichen Materialwert einkalkulieren.

Besonders hoch sind die Aufschläge bei kleinen Goldbarren – pro Gramm kostet ein 5g Goldbarren 20-30 Prozent mehr als ein Kilobarren, wenn man es hochrechnet. Kauft man einen 1g Barren, zahlt man sogar oftmals den doppelten Preis.

Zusätzlich hat man bei dem Kauf von physischem Gold den Nachteil, dass man seine Schätze auch noch sicher lagern muss. Zuhause hat nicht unbedingt jeder einen Tresor, in den man die Goldbarren einschließen könnte. Sie woanders zu verstecken, ist in den meisten Fällen zu unsicher. Eine Möglichkeit ist, sich bei seiner Hausbank ein Schließfach zu mieten und das Gold dort zu lagern.

Wo kann ich Gold kaufen – und werde es auch wieder los?

Wer physisches Gold kaufen möchte, hat grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit ist, sich das Gold in einem Online Shop zu kaufen. Hierbei sollte man stets darauf achten, dass man einen seriösen Shop auswählt, Erfahrungsberichte von anderen Kunden können dazu wichtige Hinweise liefern. Die zweite Möglichkeit bieten Ladengeschäfte von Goldverkäufern/Goldankäufern. Wer dem Medium Internet nicht vertraut oder schlechte Erfahrungen gemacht hat, sollte diese Möglichkeit wahrnehmen.

Und sollte man das Gold irgendwann mal wieder verkaufen wollen, sei es durch die Mitnahme von Kursgewinnen, oder einen finanziellen Engpass, wegen dem man auf das Gold zurückgreifen muss, ist das auch kein Problem, da der Goldankauf boomt – Händler bewerten das Gold innerhalb kürzester Zeit und zahlen 75-85 Prozent des Kurswertes.

 



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Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team