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  • Christian Riedel

Kein Schlag ins Wasser – Wasseraktien

Statt sein Geld in Gold oder schwarzes Gold, also Öl, anzulegen, kann man auch in „blaues Gold“ investieren. So genannte Wasseraktien versprechen große Renditen. Und das ist auch noch umweltfreundlich.
Wer sein Geld gut anlegen und dabei etwas für die Umwelt tun wollte, hat in der Vergangenheit mit umweltfreundlichen Fonds wie Wind, Sonne oder Bioenergie in der Regel viel Geld verloren. Wer dagegen sein Geld in Wasseraktien investiert hat, hat sich mit etwas Glück eine goldene Nase verdient. In den letzten 30 Jahren konnten einige dieser Wertpapiere mehrer als tausend Prozent zulegen. Teilweise lohnt es sich aber auch heute noch, sein Geld in Wasseraktien anzulegen.

Warum die Wasseraktien nicht untergehen, liegt daran, dass Wasser auf der Welt immer gebraucht wird. Egal ob Menschen, Tiere, Pflanzen oder auch die Industrie – nichts geht ohne Wasser. Daher ist Wasser ein nachhaltiges Produkt, das auch in ferner Zukunft noch die Mühlen der Wirtschaft und der Finanzwelt antreiben wird. Gleichzeitig steigt die Weltbevölkerung und Wasser könnte in einigen Regionen ein knappes Gut werden, was die Renditechancen noch weiter erhöhen kann. Insofern ist es bestimmt kein Fehler, wenn im nächsten Portfolio auch entsprechende Wasseraktien berücksichtigt werden.

Wirtschaftsfaktor Wasser


Eigentlich müsste sich die Menschheit keine Sorgen ums Wasser machen, da es noch genug davon gibt. Aufgrund der ungleichen Verteilung werden aber, so eine UN-Schätzung, rund 1,8 Milliarden Menschen unter Wassermangel leiden. Weiter sterben bereits heute rund zwei Millionen Menschen pro Jahr aufgrund von verunreinigtem Wasser. Auch die Wirtschaft braucht Wasser. Alleine für die Produktion von einem Kilogramm weißem Papier benötigt man 400 Liter Wasser. Die größten Bedürfnisse hat aber die Landwirtschaft. Rund 70 Prozent des Wasserverbrauchs wird für den Lebensmittelanbau benötigt. Für ein Kilo Reis verbraucht man rund 3.500 Liter, für ein Kilo Rindfleisch bis zu 15.000 Liter Wasser. Und da die Weltbevölkerung stetig zunimmt, wird hier der Wasserbedarf noch weiter steigen.

Hier spielen noch weitere Entwicklungen den Wasserhändlern in die Karten. So essen die Menschen mittlerweile lieber Fleisch als Reis, wodurch der Wasserbedarf ebenfalls steigt. Weiter nimmt die landwirtschaftlich genutzte Fläche, bei der Regen als Bewässerung ausreicht, zunehmend ab. Verantwortlich dafür ist die Urbanisierung. Äcker und Felder müssen zunehmend Wohn- und Gewerbeflächen weichen. Der Klimawandel leistet ebenfalls seinen Beitrag. Entsprechend müssen die Flächen bewässert werden. Auch in den Großstädten gibt es Probleme, da aufgrund der maroden Wasserleitungen oft bis zu einem Viertel des Wassers auf dem Weg zum Verbraucher aus den Rohren austritt und versickert. Hier könnte in den nächsten Jahren ein Wachstumsmarkt entstehen, da die Leitungen saniert werden müssen. Vor allem in Wachstumsländern kann der Wassersektor gute Gelegenheiten für Investoren bieten, da viel Geld in Wasserversorgung, Aufbereitung, Reinigung und Verteilung investiert werden muss.

In Zulieferer investieren


Die meisten Wasserversorger sind in staatlicher Hand. Hier ist es meist schwierig zu investieren, da der Markt auch stark reguliert ist. Einfacher ist es, auf Zulieferer zu setzen. Hersteller von Wasserpumpen, Filteranlagen, Ventilsystemen, Rohrleitungen oder Mess- und Verbrauchssystemen haben gute Chancen, in den nächsten Jahren einen Aufschwung zu erleben. Das gilt auch für die Hersteller von landwirtschaftlichen Bewässerungsanlagen.

Eine Garantie, dass Wasseraktien die Boom-Aktie der nächsten Jahre gibt es natürlich nicht, da auch diese Branche Schwankungen unterworfen ist. Im Gegensatz zu Wind oder Sonne ist die Wahrscheinlichkeit aber höher, eine gute Rendite einzufahren.
Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team