Mischfonds – Mit der richtigen Mischung zu hohen Renditen? istockphoto.com/webking
  • Marco Heibel

Mischfonds – Mit der richtigen Mischung zu hohen Renditen?

Mit Renditen von teilweise mehr als 10 Prozent waren Mischfonds 2010 einer der großen Gewinner am Anlagenmarkt. Erfahren Sie hier, wie Mischfonds funktionieren und welche Vor- und Nachteile sie haben.

Das Konzept des Mischfonds

Wie der Name schon erahnen lässt, legen Mischfonds nicht in Aktien oder Rentenpapieren an, sondern in Aktien und Rentenpapieren. Bei manchen Fonds haben die Anleger zudem die Option, zusätzlich in offene Immobilienfonds, Währungen oder Rohstoffe zu streuen.

Mischfonds kombinieren die Sicherheit von Rentenpapieren mit den Gewinn- und Verlustmöglichkeiten von Aktienengagements. Der Anleger kann dabei entscheiden, ob er konservativ oder risikoreich agieren möchte. Konservative Fonds setzen auf einen höheren Anteil von Rentenpapieren. Hier ist die Sicherheit relativ hoch, die Gewinnmöglichkeiten sind dafür relativ gering. Umgekehrt ist es bei Fonds mit einem höheren Aktienanteil (progressive Fonds). Hier sind die Gewinnmöglichkeiten größer, aber eben auch das Verlustrisiko.

Kursänderungen innerhalb der Anlage sind möglich und je nach Marktlage auch durchaus ratsam. Da die wenigsten Anleger den Markt ständig im Auge haben (wollen), können sie ihrem Fondsmanager das Recht einräumen, auf Schwankungen flexibel zu reagieren. Sie können aber beim Abschluss der Vereinbarung auch ein fixes Verhältnis aus Aktien und Rentenpapieren festlegen.

„Bruder“ des Mischfonds: Targetfonds

Targetfonds unterliegen dem gleichen Prinzip wie Mischfonds, sie haben jedoch eine feste Laufzeit. Bei einem Targetfonds richten sich sämtliche Bemühungen darauf, zum Laufzeitende das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Aus diesem Grund verändert sich bei einem Targetfonds die Strategie mit der Zeit, von risikoreich hin zu konservativ.

Vor- und Nachteile von Mischfonds

Die Idee hinter einem Mischfonds ist, durch die breite Streuung Schwankungen abfedern zu können, ohne die Chance auf satte Gewinne aufzugeben. Mischfonds sind somit eine gute Lösung für Menschen, die sich bei der Geldanlage ungern festlegen und nach einem Mittelding aus Risiko und Sicherheit suchen. Allerdings muss für hohe Renditen vieles zusammenpassen: das richtige Maß an Risiko, ein Manager mit einem „guten“ Näschen und noch einiges mehr. Fakt ist nämlich, dass Mischfonds im Jahr 2010 zwar hohe Renditen von teilweise mehr als 10 Prozent abgeworfen haben, doch dass selbst die erfolgreichsten Mischfonds auf dem Markt über einen Zeitraum von zehn oder fünfzehn Jahren kaum derartige Werte erzielen. Als normal gelten eher 5 bis 10 Prozent, und das auch nur bei risikoreicher Anlage und gutem Verlauf. Insgesamt spricht dennoch wenig gegen einen Mischfonds. Weiterer Vorteil: Mischfonds lassen sich mit der Riester-Förderung kombinieren.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team