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  • Jörg Birkel

Immobilienfinanzierung ohne Eigenkapital

Viele junge Leute würde gerne eine eigene Immobilie finanzieren, haben aber nicht das nötige Eigenkapital für die Finanzierung. Lange war eine Eigenkapitalquote von 20 Prozent üblich. Doch mittlerweile bieten viele Banken eine 100-Prozent-Finanzierung an.

Eine selbstgenutzte Immobilie ist eine solide Basis für die Altervorsorge. Das ist auch vielen jungen Menschen klar, doch ohne Eigenkapital war an eine Immobilienfinanzierung lange kaum zu denken. Dabei wäre es durchaus schlau, möglichst früh mit der Finanzierung anzufangen, weil sich so die monatlichen Tilgungsraten niedrig halten lassen.

Eigentum finanzieren statt Miete zahlen ist das Stichwort. Man muss ja nicht gleich mit einem Einfamilienhaus anfangen, aber wer bereits früh eine Studentenbude finanziert, hat später ganz andere Möglichkeiten. Und die Tilgungsrate bei einer langen Laufzeit liegt beim derzeitigen Zinsniveau kaum über der marktüblicher Mieten.

Keine Finanzierung mit negativem Schufa-Eintrag

Dennoch ist es nicht ganz so einfach, an einen Kredit zu kommen. Grundvoraussetzung ist zunächst, dass man keinen negativen Schufa-Eintrag hat. Als nächstes sollte man sich mit dem Immobilienmarkt vertraut machen. Wie viel Geld kann man monatlich abzahlen? In welcher Wohngegend soll die Wohnung sein? Wie ist die Bausubstanz der Immobilie? Stehen in naher Zukunft mögliche Sanierungen an?

Einfach eine Wohnung zu mieten, ist da sicherlich einfacher. Aber wer später nicht von ungeplanten Kosten überrascht werden will, sollte sich informieren. Ist eine potenzielle Immobilie gefunden, heißt es, Angebote einzuholen. Kredite gibt es in jedem Fall aber nur gegen eine entsprechende Sicherheit. Ein unbefristeter Arbeitsvertrag ist da von Vorteil, im Zweifel können aber auch die Eltern eine Bürgschaft übernehmen.

Immobilienfinanzierung erfordert Sicherheiten

Als Sicherheit kann man die künftige Immobilie mit bis zu 80 Prozent des Kaufpreises beleihen. Für den restlichen Betrag braucht man weitere Sicherheiten. Außerdem sollte man bedenken, dass mit dem Erwerb von Eigentum weitere Kosten anfallen. Neben Steuern sind das in erster Linie Makler- und Notarkosten. Während man um etwaige Maklerkosten bei einem Privatkauf noch herumkommt, muss man die Notarkosten in jedem Fall bezahlen. Diese richten sich nach dem Objektpreis.

Zudem sollten Sie berücksichtigen, ob in der Wunschimmobilie Renovierungsarbeiten notwendig sind. Auch diese Kosten können Sie zum Teil mitfinanzieren. Man spricht dann von einer 105-Prozent-Finanzierung. In jedem Fall brauchen Sie aber Sicherheiten über die gesamte Kreditsumme. Das kann auch das elterliche Haus sein.

Erfüllen Sie diese Voraussetzungen, steht einer Immobilienfinanzierung ohne Eigenkapital nichts mehr im Wege.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team