Skurrile Geldanlagen mit starker Rendite – Teil 2: Wein und Whiskey shutterstock.com/El Choclo
  • Marco Heibel

Skurrile Geldanlagen mit starker Rendite – Teil 2: Wein und Whiskey

Wer hohe Renditen erzielen möchte, investiert sein Geld üblicherweise in Aktien. Dabei gibt es Geldanlagen mit noch größerem Potenzial. Teil 2: Wein und Whiskey.

Auch wenn man es nicht immer präsent hat: Alkohol kann exorbitant wertvoll sein. Weine mit dem Etikett Chateau Latour oder Chateau Mouton im Keller machen sich nicht nur optisch und ideell gut, sondern sind auch extrem werthaltig und -beständig. Auch Whiskey ist nicht nur zum Genießen da, als Geldanalage ist er ebenfalls nicht zu verachten.

Sachwerte schlagen Aktien & Co.

So hat sich der Whiskey-Preis am Markt in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelt. Damit ist die Rendite für Spitzen-Whiskey noch einmal deutlich höher als beim Gold, das seinen Wert im gleichen Zeitraum „nur“ um 60 Prozent steigern konnte.

In der Tat gewinnen Sachwerte in Zeiten einer unsicheren Wirtschaftslage an Reiz. Wer kann schon wissen, ob meine Firmenbeteiligung oder meine Anleihe in ein paar Wochen noch etwas wert ist? Sachwerte, wie Wein oder Whiskey, bleiben aber.

Was macht edle Tropfen aus?

Wer in Wein investieren möchte, sollte sich an der Parker-Liste orientieren. Dieses Ranking geht zurück auf den US-amerikanischen Wein-„Papst“ Robert Parker. Es staffelt sich wie folgt:

  • 50 bis 69 Punkte: schlecht bis unterdurchschnittlich
  • 70 bis 79 Punkte: durchschnittlich
  • 80 bis 89 Punkte: überdurchschnittlich bis sehr gut
  • 90 bis 95 Punkte: hervorragend
  • 96 bis 100 Punkte: außerordentlich

Auch wenn die Vergabe der Parker-Punkte (PP) eine subjektive Angelegenheit ist, hat sich doch gezeigt, dass eine hohe Punktzahl fast immer einen hohen Marktwert und entsprechende Renditen garantiert. In die Klasse der außerordentlichen Weine schaffen es vor allem Weine aus Bordeaux und dem Burgund.

Wie viel edle Tropfen wert sind? Der bis dato teuerste Wein, eine Flasche 1787 Lafite-Rothschild, wurde 1985 für 207.000 US-Dollar versteigert. Der teuerste Whiskey ist ein Macallan Single Malt Whisky aus dem Jahr 1926, der zu einem Preis von 54.000 US-Dollar den Besitzer wechselte.

Regeln für eine hohe Rendite

Neben der Herkunft, ist vor allem die Rarität des Weins oder Whiskeys entscheidend für die zu erwartende Rendite. Die renommiertesten Investment-Weine kommen aus Frankreich, bei den Whiskys sind Single Malts aus Schottland führend. Besonders begehrt und folglich bereits in der Anschaffung entsprechend teuer sind Whiskeys aus „lost destilleries“, also geschlossenen Brennereien. Ein Markt, der den Wert der edlen Tropfen erhält oder sogar noch steigert, ist ebenfalls da: Vor allem (neu-)reiche Asiaten haben die Nachfrage in den letzten Jahren deutlich erhöht. Nun muss man „nur“ noch das nötige Kleingeld für das Investment haben…

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team