Existenzgründung: Franchise – Geben und Nehmen istockphoto.com/PIKSEL
  • Marco Heibel

Existenzgründung: Franchise – Geben und Nehmen

Viele Menschen haben den Traum von der Selbständigkeit. Der Gedanke, sein eigener Chef zu sein, ist ja auch durchaus verlockend. Doch eine Existenzgründung birgt immer auch das Risiko, dass die Geschäftsidee vielleicht doch nicht so gut wie erhofft auf dem Markt ankommt. Anders beim Franchise: Dort kaufen Sie ein bereits funktionierendes Konzept.

Wie oft ist Ihnen schon der Gedanke gekommen, dass man eigentlich nur eine gute Idee haben muss, um ein gemachter Mann zu werden? Eine gute Idee, die dann immer weiter verkauft wird – so in etwa läuft ein Franchise ab. Der Franchise-Geber verkauft hierbei eine bewährte Idee oder ein Konzept an interessierte Menschen (Franchise-Nehmer). Das vermutlich berühmteste Beispiel für ein Franchise ist

Auch wenn die Geschäftsidee nicht von ihnen selbst stammt, so sind Franchise-Nehmer de facto selbständig. Sie eröffnen mit ihren eigenen Budget einen Betrieb, in dem Sie nach den Vorgaben des Franchise-Gebers Produkte oder Dienstleistungen anbieten und vertreiben.

Franchise: Vorteile und Nachteile

Der große Vorteil beim Franchising besteht darin, dass Sie nicht bei Null anfangen, sondern vom Start weg über ein funktionierendes Konzept und oft auch schon über einen starken Markennamen verfügen. Beides kann den Erfolg durchaus begünstigen.

Im Gegenzug bedeutet das Plus an Know-How und Erfahrung für Sie aber natürlich auch ein paar „Nachteile“: So bezahlen Sie für die Übernahme des Konzepts, des Namens sowie zusätzlicher Leistungen (beispielsweise Beratung) an den Franchise-Geber Gebühren. Die erste, einmalige Tranche umfasst den Kauf des Konzepts, danach folgen weitere monatliche Zahlungen. Generell gilt die Faustregel, dass monatliche Franchise-Gebühren nicht mehr als 5 Prozent des Umsatzes aufmachen sollten.

Weil im Geschäftsleben jedoch nicht alles Gold ist was glänzt, sollten Sie Ihren Franchise-Geber einer kritischen Prüfung unterziehen, ehe Sie den Vertrag unterzeichnen. Erkundigen Sie sich beispielsweise, wie viele Franchise-Nehmer es schon gibt, und wie gut deren Betriebe laufen. Achten Sie außerdem darauf, alle zugesagten Leistungen schriftlich zu fixieren. Ein Gebietsschutz beispielsweise, der Sie davor bewahrt, dass ein weiterer Franchise-Nehmer sich in ihre unmittelbaren Umgebung niederlässt und so das Kundenpotenzial drastisch verkleinert, kann über Erfolg und Misserfolg entscheiden.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team