Der Barter-Deal – Gewinner auf beiden Seiten istockphoto.com/PIKSEL
  • Marco Heibel

Der Barter-Deal – Gewinner auf beiden Seiten

In der Gründungsphase ist man auf jede Unterstützung angewiesen. Am Liebsten erhält man diese natürlich in finanzieller Form, doch manchmal bringt einen bereits ein simples Tauschgeschäft einen Schritt weiter. „Barter-Deal“ nennt man das in der Geschäftswelt.

 

Vom englischen „to barter“ (= „tauschen“) stammt der Name Barter-Deal. Damit ist im Grunde schon erklärt, worum es sich handelt: Zwei oder mehrere Unternehmen tauschen Leistungen aus, die zu einer Verbesserung der eigenen Position führt, ohne dafür eine finanzielle Gegenleistung erbringen zu müssen.

 

Ziel eines Barter-Deals ist, dass alle beteiligten Seiten profitieren. Gerade für Unternehmensgründer, die auf jeden Cent angewiesen sind, kann ein Barter-Deal eine sinnvolle und hilfreiche Ergänzung zu Krediten sein.

 

Beispiele für Barter-Deals: Linktausch & Co.

 

Die vermutlich bekannteste Form eines Barter-Deals ist der Tausch von Links, Bannern oder Content auf Webseiten. Indem man mit anderen Seiten kooperiert, steigen das Suchmaschinenranking und die Vernetzung im Web.

 

Möglich ist aber beispielsweise auch der Tausch einer Ware oder Dienstleistung gegen eine kostenfreie Werbefläche. Häufig macht eine solche Lösung Sinn, wenn alle beteiligten Seiten die gleiche Zielgruppe ansprechen.

 

Allerdings: Nicht immer sind Barter-Deals zu Jedermanns Nutzen. So haben beispielsweise Google und die Brauerei Heineken im Juni 2011 folgenden bargeldlosen Deal abgeschlossen: Google stellt dem niederländischen Bierbrauer kostenfrei Werbeflächen auf YouTube und anderen Portalen zur Verfügung und erhält in Gegenzug Zugriff auf die Nutzerdaten der Heineken-Kunden. Der Barter-Deal erstreckte sich über 20 Länder, Deutschland war nicht dabei.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team