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  • Marco Heibel

Rückkauf von Lebensversicherungen

Eine Lebensversicherung ist erwiesenermaßen eine gute Absicherung, die man nicht so einfach aufgibt. Bei finanziellen Engpässen kann der Rückkauf einer Lebensversicherung aber im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert sein. Erfahren Sie hier, was Sie dabei beachten müssen.

Es kann ganz schnell gehen: Sie geraten, ob verschuldet oder nicht, in Geldnöte. In einem solchen Fall können Sie auch viele Lebensversicherungen, die eigentlich noch Jahre weiterlaufen, zu Geld machen, indem Sie sie zurückkaufen. Dabei ist der Begriff „Rückkauf“ irreführend. Genau genommen kauft nämlich der Versicherer die Ansprüche des Versicherungsnehmers zurück.

Kann man jede Lebensversicherung zurückkaufen?

Nein. Rentenversicherungen ohne vereinbarte Todesfallleistung (z.B. Rürup-Rente) oder Risikolebensversicherungen können Sie nicht zurückkaufen. Das Gros der Lebensversicherungen räumt dem Versicherungsnehmer jedoch ein Rückkaufrecht ein.

Wovon hängt der Rückkaufswert ab?

Der Rückkaufswert ist abhängig vom Versicherer, dem Versicherungsumfang, der bisherigen Laufdauer und der Höhe Ihrer Beiträge. Der Rückkaufbetrag ist hierbei nach oben auf die Höhe der Todesfallleistung limitiert. Vor allem in der Anfangszeit ist der Rückkaufswert sehr gering und liegt teilweise sogar unter der Summe der eingezahlten Beiträge.

Alternativen zum Rückkauf von Lebensversicherungen

Da der Rückkauf für die meisten Versicherungsnehmer ein Verlustgeschäft darstellt, sollte man sich nach Möglichkeit zunächst mit Alternativen beschäftigen. Das können zum Beispiel eine Beitragsfreistellung, ein Policendarlehen oder nur ein partieller Rückkauf sein. Die Realität sieht jedoch oft anders aus: Knapp jede dritte Lebensversicherung in Deutschland wird zurückgekauft, oft zu ungünstigen Konditionen.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team