iPad Pro und neue iPhones: Die Ausbeute der Apple Keynote Apple
  • Stefan Mayr

iPad Pro und neue iPhones: Die Ausbeute der Apple Keynote

Wie erwartet, hat Apple auf der jüngsten Keynote einige Neuheiten vorgestellt. Im Detail: iPhone 6S und 6S Plus, eine neue Version von Apple TV sowie ein großes iPad, das vor allem im Business-Bereich Anklang finden dürfte.

 

Das neue iPad hört auf den Namen iPad Pro und erreicht mit seinen 12,9 Zoll an Diagonale Notebook-Niveau. Apple gibt die Auflösung des iPad Pro mit 5,6 Millionen Pixel an. Im Inneren arbeitet ein A9x-Chip, der Desktop-Performance erreichen soll, während der Akku zehn Stunden durchhält. Ein weiterer Schritt Richtung Notebook: Für 169 US-Dollar bietet Apple ein Smart Case mit integrierter Tastatur an, für weitere 99 Dollar einen Stift, der den simplen Namen Pencil trägt und mit dem der Nutzer zum Beispiel malen oder schraffieren kann. Der Stift lässt sich via Lightning-Adapter am iPad Pro direkt aufladen. Das soll aber nur alle drei Monate nötig sein.



Erhältlich ist das neue Modell ab November. Die Basisversion mit 32 Gigabyte und Wifi für 799 US-Dollar, die größte Version mit 128 Gigabyte und Cellular für 1079 US-Dollar. Deutsche Preise lassen noch auf sich warten. Fast nebenbei hat Apple auch noch eine neue Version des iPad mini angekündigt – mit schnellerem Prozessor und abgespecktem Gehäuse.

 


iPhone 6S und 6S Plus

Sowohl iPhone 6S als auch iPhone 6S Plus erhalten schnellere Prozessoren und neue Gehäuse, die sich zwar optisch nicht von den Vorgänger-iPhones unterscheiden, jedoch aus dem gleichen Material wie die Apple Watch Sport gefertigt sind: Series 7000 Aluminium. Das ist laut Apple 60 Prozent stärker als herkömmliche Legierungen. Ein Bendgate sollte diesmal also ausbleiben. Die Facetime-Kamera legt ordentlich zu – von 1,2 Megapixel auf 5. Die Hauptkamera des iPhone 6S löst mit 12 Megapixeln auf und zeichnet nun auch 4K-Videos auf. Fotos nimmt der Apparat als sogenannte Live-Fotos auf – er macht also vor und nach dem eigentlichen Schnappschuss weitere Bilder, die man anschließend durchgehen kann.



Dazu: 3D Touch. Mit Dreidimensionalität hat Apples neues Feature aber nicht viel zu tun. Vielmehr handelt es sich dabei um die Druckempfindlichkeit, was mit dem Force-Touch-Feature der Apple Watch konform geht. Das iPhone kann also unterscheiden, ob der Nutzer leicht oder fest auf den Screen drückt. Einziger Unterschied: Das iPhone unterscheidet dabei zwischen drei statt zwei Druckstufen. Je nach Heftigkeit des Drucks öffnet das iPhone dann Kontextmenü oder Vorschauen. Momentan harmoniert das Feature nur mit den eigenen Apps. Drittanbieter müssen ihre Anwendungen erst noch anpassen.


Vorbestellungen nimmt Apple ab dem 12. September entgegen und beginnt mit der Auslieferung zwei Wochen später. Das iPhone 6S gibt’s in Deutschland ab 739 Euro mit 16 Gigabyte und ohne Vertrag, das iPhone 6S Plus ab 849 Euro. Die teuersten Versionen mit 128 Gigabyte schlagen mit 959 Euro (iPhone 6S) beziehungsweise 1.069 Euro (iPhone 6S Plus) zu Buche. Wahlweise gibt’s die neuen iPhones übrigens auch in der neuen Farbe Roségold.

 


Apple TV

Endlich überarbeitet Apple auch die hauseigene Set-Top-Box. Die Eckdaten der neuen Apple TV-Version: schnellerer Prozessor, Siri-Spracherkennung per Knopfdruck auf der Fernbedienung und eine intelligente Suche – der Nutzer kann das Teil beispielsweise nach einem James-Bond-Film aus einem bestimmten Jahr fragen. Daneben preist das Unternehmen das neue Apple TV auch als Konsole an. Games aus dem App Store lassen sich nun nämlich über die mitgelieferte Fernbedienung steuern, die mit Touchpad und Bewegungssensoren ausgestattet ist. Ob das etwas taugt, wird sich erst bei genauerer Begutachtung zeigen.

 

Apple Watch

Bei der Apple Watch tut sich nicht sehr viel. Apple gibt nach wie vor keine Verkaufszahlen heraus, dafür gibt’s die Uhr bald in ein paar neuen Farben. Das Update auf watchOS 2 veröffentlicht Apple am 16. September – zeitgleich mit iOS 9.
Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team