Billige Krankenversicherung – Vorsicht vor Discounter-Preisen Shutterstock/Aleksandar Todorovic
  • Christian Riedel

Billige Krankenversicherung – Vorsicht vor Discounter-Preisen

Eine private Krankenversicherung kostet Geld. Einige Versicherungen locken mit scheinbar unschlagbar günstigen Angeboten. Aber nicht alle billige private Krankenversicherungen sind auf Dauer wirklich preiswert.

Wer sich zum Wechsel von der gesetzlichen in eine private Krankenversicherung entschieden hat, wird normalerweise vor der Vertragsunterschrift unter seine neue Versicherung mehrere Angebote miteinander verglichen haben. Gerade im Internet findet man viele Angebote für private Krankenversicherungen, die unter 100 Euro im Monat kosten sollen. Bei einem Vergleich mit anderen, deutlich teureren Versicherungen kann einem der Gedanke kommen, dass da irgendwo ein Haken sein muss. Und den gibt es auch.

Denn in der Realität kann es sich keine Versicherung leisten, Tarife weit unter 100 Euro im Monat anzubieten. Daher sollte man jeden Vertrag genau prüfen. Die Lockangebote gelten zum einen meist nur für sehr junge, gesunde, selbständige Männer und sind zudem nur über einen befristeten Zeitraum so günstig. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Tarifen kann die Höhe der Beiträge rasant ansteigen. Dies wird von den Unternehmen kalkuliert, damit die zunächst extrem niedrigen Beiträge entsprechend ausgeglichen werden können.

Bevor Sie also eine Discount-Versicherung abschließen, sollten Sie einen genauen Blick auf die Preisentwicklung werfen und entsprechende Ausstiegsklauseln berücksichtigen. Schließlich kann ein Wechsel von der privaten zurück in die gesetzliche Krankenkasse durchaus schwierig werden.

Weiterhin sollte Ihnen klar sein, dass die Billig-Versicherungen an einem anderen Punkt sparen müssen. Dies kann beispielsweise bei den angebotenen Leistungen der Fall sein. Ein Grund, in eine private Krankenversicherung zu wechseln, sind die besseren Leistungen. Bei einer Billig-Versicherung kann es sein, dass die angebotenen Leistungen schlechter sind als bei der gesetzlichen Versicherung. Auch eine hohe Selbstbeteiligung kann das angebliche Schnäppchen im Bedarfsfall zu einem teuren Spaß werden lassen.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team