Sinkflug beendet? Prognosen zur Zinsentwicklung 2015 thinkstock
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Mit Infografik

Sinkflug beendet? Prognosen zur Zinsentwicklung 2015

Eine ernüchternde Entwicklung: Lag der durchschnittliche Zinssatz für täglich fällige Einlagen von Privatkunden Ende 2008 noch bei 4,50 Prozent, sackte der Wert innerhalb von sechs Jahre auf 0,53 Prozent. Ein Ausblick auf die Entwicklung von Tagesgeldzinsen und Leitzins 2015.

 

Insgesamt eine Differenz von 3,97 Prozentpunkten, d. h. ein Minus von 88 Prozent. Ist damit aber der Boden des Zinsniveaus erreicht? „Zumindest sorgt der Wettbewerb zwischen den Banken für einen gebremsten Sinkflug“, erläutert Daniel Franke von Tagesgeldvergleich.net. Das Fachportal veröffentlichte aktuell eine umfassende Prognose zur Zinsentwicklung 2015.


Darin gehen die Zinsexperten unter anderem davon aus, dass selbst ein weiteres Absinken des Leitzinses auf 0,00 % sich kaum bedeutend auf das derzeitige Zinsniveau auswirkt. „Dieser Schritt wäre eher symbolischer Natur“, so Daniel Franke weiter.


Leitzins vs. Tagesgeldzins: Immer auf Abstand

Für die neue Prognose analysierten die Zinsexperten die Leitzinssenkungen und deren Auswirkungen auf die Tagesgeldzinsen rückwirkend seit 2008.

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„Wer sich die Entwicklung des Leitzinses und der Tagesgeldzinsen z. B. ab Januar 2014 ansieht, wird speziell die geringe Schwankungsbreite interessant finden“, erklärt Daniel Franke. In den letzten zwölf Monaten lag der Tagesgeldzins demnach durchschnittlich 44 Basispunkte oberhalb des jeweiligen Leitzinssatzes. Im Januar 2015 mit 47 Basispunkten sogar über dem allgemeinen Mittelwert.


Negative Zinsen nicht zu erwarten

Nicht zu erwarten sind nach Angaben von Tagesgeldvergleich.net auch Negativzinsen. Einerseits, da Kunden schnell der entsprechenden Bank den Rücken kehren würden. Außerdem handele es sich bei Bankeinlagen von Privatkunden in der Regel um Darlehensvereinbarungen, die negative Zinsen rechtlich nicht vorsehen. Diese Einstellung vertreten diverse Fachanwälte.

Hier können Sie die komplette Prognose einsehen.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team