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  • Stefan Mayr
Neue Billig-Airline

Lufthansa strukturiert um

Der neue Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat  in die Zukunft geblickt – und hat dort die Lufthansa im Billigsektor gesehen. Diese Umstrukturierungen stehen bei der deutschen Airline an.


Der neue Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat die Vorhaben seines Vorgängers Christoph Franz über Bord geworfen und die Gewinnziele heruntergeschraubt. Nun hat Spohr im Lufthansa-Schulungszentrum in Seeheim seine Strategie für die Zukunft des Unternehmens präsentiert. In erster Linie geht’s um die Ausweitung des Billigsegments.

Die Konzerntochter Eurowings umfasst derzeit 23 mit je 90 Sitzen bestückte Flugzeuge des Typs Bombardier CRJ900. Diese sollen bald durch größere Airbus-A320-Modelle ersetzt werden. Eurowings wird zudem auch außerhalb Deutschlands eingesetzt werden. Vorerst wird die Airline deshalb sämtliche Flüge vom Schweizer Flughafen Basel von der Konzerntochter Swiss übernehmen – die im Gegenzug von besagtem Flughafen abgezogen wird – und direkt mit Easyjet konkurrieren.


Airline ohne Namen

Darüber hinaus will die Lufthansa eine neue Langstreckenfluggesellschaft etablieren, welche die Strecken mit geringem Geschäftsreiseaufkommen übernimmt. Geplant sind vorerst sieben Boeing 767 und Airbus A330. Ein Name für die Airline steht noch nicht fest, genau wie ein finaler Standort. Aktuell sind aber München, Köln und Düsseldorf im Gespräch. Die ersten Flieger der Airline sollen aber bereits im Frühjahr 2015 starten. Die Crews der Billigflieger werden entsprechend weniger verdienen als die Angestellten bei der Hauptmarke Lufthansa, da die tarifvertraglichen Regelungen mit den Piloten nur Flüge unter den Marken Lufthansa und Germanwings beträfen.

Die Hauptmarke Lufthansa soll derweil zur Premium-Marke ausgebaut werden. Als Fünf-Sterne-Airline will das Unternehmen auf Lufthansa-Flügen besseres Catering in der Business-Klasse sowie einen verbesserten Premium-Check-In an den Flughafen in Frankfurt am Main und München anbieten. Dazu soll es einen persönlichen On-Board-Service geben.

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Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team