Studie: Ausstieg aus Atomenergie bis 2030 möglich Thinkstockphotos.de
  • Jörg Birkel

Studie: Ausstieg aus Atomenergie bis 2030 möglich

Eine aktuelle Studie kommt zu dem Ergebnis, dass ein europaweiter Ausstieg aus der Atomenergie bis 2030 möglich sei. Voraussetzung dafür sei aber ein schneller Ausbau der Erneuerbaren Energien und mehr Energieeffizienz.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat eine Studie der Technischen Universität Wien und der Würzburger Stiftung Umweltenergierecht veröffentlicht, wonach ein europaweiter Ausstieg aus der Atomenergie bis 2030 möglich sei.

Um die dafür nötigen Voraussetzungen zu erfüllen, seien jedoch weitreichende politische Beschlüsse nötig, heißt es in der Studie. Um den Ausstieg zu schaffen, brauche es mehr Energieeffizienz und einen rascheren, EU-weiten Ausbau der erneuerbaren Energien. Dafür müsse die Politik die Rahmenbedingungen schaffen.

In der Studie werden konkrete Ziele dafür gefordert. Außerdem halten die Experten eine grundlegende Reform des Emissionshandels mit CO2 für notwendig.

Außerdem untersuchten die Wissenschaftler die möglichen Auswirkungen eines europaweiten Atomausstiegs auf den Strompreis. Nach Einschätzung der Experten verursacht der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien zwar zunächst weitere Kosten, aber langfristig würde der Strompreis sinken.

Definitiv fest steht, dass solche ehrgeizigen Ziele nur auf europäischer Ebene umzusetzen sind. Dafür müssten die Weichen heute gestellt werden, heißt es. Vor allem, weil regional sehr unterschiedliche Bemühung für diese Ziele nötig seien. Das gilt insbesondere für Länder, deren Energieversorgung noch stark vom Atomstrom abhänge.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team