Verdacht: Goldpreis möglicherweise seit Jahren manipuliert Thinkstockphotos.de
  • Jörg Birkel

Verdacht: Goldpreis möglicherweise seit Jahren manipuliert

Es klingt wie eine Verschwörungstheorie, doch jetzt gibt es gleich zwei wissenschaftliche Studien, die zu dem Verdacht kommen, dass der Goldpreis in den vergangenen 10 Jahren von den daran beteiligten Banken manipuliert wurde.

Barclays, Deutsche Bank, Bank of Nova Scotia, HSBC Holdings und Société Générale – diese 5 Banken sind für die Festlegung des Goldpreises (Gold-Fixing) verantwortlich. In einer täglichen Telefonkonferenz geben die Großhändler jeweils um 10:30 Uhr und 15 Uhr den Goldpreis bekannt.

Aufgrund einer gemeinsamen Studie kommen Professorin Rosa Abrantes-Metz von der New York University und der Analyst Albert Metz von Moody´s zu dem Schluss, dass es in den letzten 10 Jahren zu Preisabsprachen zwischen den beteiligten Bankhäusern gekommen sei.

Ungewöhnliche Handelsmuster um die Zeit der Telefonkonferenz am Nachmittag seien ein Anzeichen für ein abgestimmtes Verhalten und sollten überprüft werden, heißt es in der Studie.

Eine Studie der Londoner Beratungsfirma Fideres kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Die Finanzexperten gehen davon aus, dass es im Untersuchungszeitraum von 2010-2013 in der Hälfte aller Fällen zu Absprachen gekommen sei.

Die Anzeichen deuten darauf hin, dass der Goldpreis künstlich nach unten korrigiert wurde. Derzeit untersuchen die britischen und deutschen Finanzbehörden, ob es zu illegalen Absprachen gekommen ist.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team