Krankschreibungen wegen Suchtproblemen steigen dramatisch Thinkstockphotos.de
  • Jörg Birkel

Krankschreibungen wegen Suchtproblemen steigen dramatisch


Fast 2,5 Millionen Fehltage wegen Alkohol- und Zigarettenkonsum kamen im vergangenen Jahr in Deutschland zusammen. Immer häufiger schreiben Ärzte Berufstätige wegen ihrer Suchtprobleme krank.

In den letzten 10 Jahren sind die Krankschreibungen wegen Suchtproblemen um 17 Prozent angestiegen. Zu diesem Ergebnis kam eine Befragung der AOK mit 2,000 Angestellten. Fast die Hälfte (44 Prozent) der suchtbedingten Fehlzeiten geht auf das Konto von Alkohol.

Alarmierend: Jeder 20. Berufstätige trinkt laut der Befragung täglich Alkohol, wobei der Anteil der trinkenden Männer deutlich höher liegt. Etwa jeder 10. Mann trinkt täglich Alkohol. Das sind etwa viermal so viele Männer wie Frauen.

Der zweithäufigste Grund seinen dem Report zur Folge Krankheiten die durch Zigarettenrauchen verursacht würden. Zudem sei ein neuer Trend absehbar: Immer mehr Angestellte greifen auf leistungssteigernde Mittel zurück, um im Job belastbarer zu sein.

Studien hätten gezeigt, dass viele Menschen dazu bereit seien, Amphetamine oder Psychopharmaka zu nehmen, wenn sie unter großen Leistungsdruck stünden. Derzeit nähmen zwar nur etwa 5 Prozent aller Befragten leistungssteigernde Mittel, aber die Dunkelziffer könnte weitaus höher liegen.

Die Suchtproblematik in Firmen nimmt zu und das mit weitreichenden Folgen für die deutsche Wirtschaft. Rund 60 Milliarden Euro jährlich betragen die Ausfälle durch suchtbedingte Fehltage. Eine erschreckende Zahl.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team