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  • Jörg Birkel

Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen bleibt hoch


Laut einer Untersuchung der DAK bleibt der Abrechnungsbetrug im deutschen Gesundheitswesen auf einem hohen Niveau. Ein Ermittlerteam der Krankenkasse ging in 2012 rund 1.800 Verdachtsfällen nach und konnte Gelder in Höhe von 1,6 Millionen Euro zurückholen.

Gefälschte Rezepte, Schein-Behandlungen oder manipulierte Arztrechnungen – nach Angaben der gesetzlichen Krankenkasse DAK ziehen sich die Betrugsfälle durch alle Leistungsbereiche im Gesundheitssystem.

Den größten Anteil der Verdachtsfäll machen mit 35 Prozent demnach die Bereiche Heilmittel wie Physiotherapie, Massage oder Krankengymnastik aus. Die übrigen Ermittlungen beziehen sich vor allem auf die Bereiche Pflege (22 Prozent), Ärzte (12 Prozent) und Arzneimittel (7 Prozent).

„Die meisten Leistungserbringer rechnen korrekt ab“, sagt Volker zur Heide, Leiter der DAK-Ermittlungsgruppe. „Aber schon wenige „schwarze Schafe“ können ein schlechtes Licht auf den gesamten jeweiligen Leistungsbereich werfen.“

Nach Einschätzung der DAK wird es zunehmend schwieriger, Leistungsbetrüger zu verfolgen. Vor allem juristische Auseinandersetzungen würden den Prozess verzögern. Bei den Rückforderungen der DAK gegen Leistungserbringer handele es sich einerseits um vorsätzliche Betrugsfälle und anderseits um Vertragsstrafen, die aus einem vertragswidrigen Verhalten resultieren.

Quelle: DAK-Gesundheit

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team