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  • Christian Riedel

Wie sinnvoll ist eine Berufshaftpflichtversicherung?

Unfälle können immer passieren. Man lässt etwas fallen, stößt etwas hinunter oder beschädigt etwas. Hier greift die private Haftpflichtversicherung. Um auch im Job versichert zu sein, benötigt man hingegen eine Berufshaftpflichtversicherung.

Auch wenn die Privathaftpflichtversicherung nicht zu den Pflichtversicherungen gehört, hat trotzdem die Mehrheit der Deutschen diese Versicherung abgeschlossen. Das ist auch wichtig. Denn mit einem vergleichsweise geringen Beitrag kann man sämtliche Schäden absichern, die man durch einen unabsichtlich verursachten Unfall anderen Menschen zufügt. Eine Privathaftpflicht kommt aber nicht für alle Schäden auf. Bei Unfällen oder Beschädigungen im Job, haftet die Berufshaftpflichtversicherung. Sofern man eine abgeschlossen hat.


Warum versichern?


Vor allem für Selbständige ist eine Berufshaftpflicht wichtig, da sie bei Unfällen im Job nicht über ihren Arbeitgeber versichert sind. Ein freiberuflicher Radiomoderator beispielsweise, der im Studio mit teurem Equipment hantiert, müsste tief in die Tasche greifen, wenn er eines der Mikrofone fallen lässt, auch wenn er eine Privathaftpflicht abgeschlossen hat. Da der Unfall während der Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit passiert ist, müsste die Berufshaftpflicht für den Schaden aufkommen. Ohne diese Versicherung geht der Sprecher mit jeder Moderation ein großes Risiko ein. Auch berufsbedingte Fahrten beispielsweise zur Arbeit oder um einen Kunden zu besuchen sind nur mit der Berufshaftpflicht abgesichert.



Auch für Angestellte macht eine Berufshaftpflichtversicherung Sinn. Sie schützt einen vor rechtlichen und finanziellen Risiken, die durch Schadensfälle im Berufsalltag entstehen können.



Berufs- und Betriebshaftpflicht


Eine Berufshaftpflicht ist für Selbständige und Freiberufler fast unverzichtbar. Man darf diese Versicherung aber nicht mit der Betriebshaftpflichtversicherung verwechseln. Während die Berufshaftpflicht eine Personenversicherung ist, sichert die Betriebshaftpflicht Schäden in Unternehmen ab. Hier sind auch die von den Angestellten verursachten Fälle in der Regel mit versichert.


Pflichtversicherung


Die Berufshaftpflichtversicherung ist wie die Privathaftpflichtversicherung eine freiwillige Versicherung. Allerdings nicht für jeden. Einige Berufsgruppen wie Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten oder Ärzte müssen entsprechend eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen.



Auch wenn die Berufshaftpflichtversicherung keine Pflichtversicherung ist, sollte jeder sich zumindest Gedanken darüber machen, diese abzuschließen, und sich entsprechend beraten lassen. Schließlich können auch im Job durch einen Unfall große Schäden entstehen, für die man sonst mit seinem Privatvermögen aufkommen muss.



Hier finden Sie mehr Informationen zu den Themen Berufshaftpflicht und Privathaftpflicht.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team