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  • Christian Riedel

Firmenrechtsschutzversicherung – welche Versicherungen gibt es?

Recht haben und Recht bekommen ist nicht immer das Gleiche. Damit Ihre Firma keine Angst vor einem Rechtsstreit haben muss, sollten Sie eine Firmenrechtsschutzversicherung abschließen.

Eine private Rechtsschutzversicherung kann schon viel Schaden von einem abwenden. Doch gerade in einem Unternehmen, in dem es in einem Rechtsstreit um deutlich größere Summen geht, sollte man kein unnötiges Risiko eingehen und eine Firmenrechtsschutzversicherung abschließen. Denn rechtliche Fallen, die gestiegene Prozessbereitschaft, immer mehr Gesetze und steigende Prozesskosten können eine Firma schnell teuer zu stehen kommen. Daher macht eine auf das Unternehmen zugeschnittene Rechtsschutzversicherung Sinn.



Leider gibt es nicht DIE Rechtsschutzversicherung für Unternehmen. Auch beim Firmenrechtsschutz gibt es viele verschiedene Formen, die für verschiedene Unternehmen Sinn machen können oder eben nicht. Die wichtigsten Formen des Firmenrechtsschutzes sind:



-    Arbeits-Rechtsschutz: versichert sind hier alle Prozesse vor dem Arbeitsgericht und Streitigkeiten aus Arbeitsverhältnissen
-    Daten-Rechtsschutz: Wer mit Daten von Kunden zu tun hat, sollte hier zuschlagen. Versichert sind alle Streitigkeiten, die aus der Weitergabe, dem Verlust oder einer Sperrung von Daten entstehen.
-    Ordnungswidrigkeits-Rechtsschutz: Wie der Name sagt ist dies eine Versicherung gegen alle Vorwürfe einer Ordnungswidrigkeit
-    Schadenersatz-Rechtsschutz: Versichert sind hier alle Fälle von Schadensersatzt, sei es materieller (Reparaturkosten, Verdienstausfall, Arztkosten) oder ideeller (Beleidigung, Schmerzensgeld) Natur.
-    Antidiskriminierungs-Rechtsschutz: Klagt ein Angestellter oder ein Bewerber, dass er aufgrund z.B. seiner Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, etc. schlecht behandelt wurde, greift diese Versicherung
-    Sozialgerichts-Rechtsschutz: Hier sind alle Fälle versichert, bei der die Sozialgerichte bemüht werden müssen.
-    Steuer-Rechtsschutz: Da das Steuergesetz in Deutschland sehr kompliziert ist, ist man mit dieser Versicherung bei Finanzgerichten geschützt, sofern man nicht bewusst Steuern hinterzogen oder bei den Abgaben gelogen hat.
-    Straf-Rechtsschutz: Wurden Strafvorschriften verletzt oder besteht der Vorwurf eines verkehrsrechtlichen Vergehens greift dieser Schutz.
-    Manager-Rechtsschutz: Diese Sonderform ist vor allem für Personen in verantwortlichen Positionen wichtig, die schnell wegen Organisationsverschulden, Verletzung der Auswahl- und Aufsichtspflichten persönlich belangt werden können. Der Betrieb kann mit der Versicherung seine Manager vor entsprechenden Klagen schützen.
-    Verkehrs-Rechtschutz: Für Firmen mit einem großen Fuhrpark ist diese Versicherung wichtig, die bei Prozessen vor dem Verkehrsgericht schützt.
-    Vermögensschaden-Rechtsschutz: Vor allem Vorstände, Geschäftsführer, Aufsichtsräte oder Beiräte können von dieser Versicherung profitieren. Da diese Personen nach geltendem Gesetz persönlich und unbeschränkt für Vermögensschäden haften müssen, die durch Falscheinschätzung, Irrtum, Fehlinvestition oder eine Fehlentscheidung entstanden sind, hilft eine entsprechende Versicherung sowohl den verantwortlich Handelnden wie auch der Firma bei der Wahrung ihrer finanziellen Sicherheit. Gesichert ist die Abwehr von Schadenersatzforderungen aus einem Vermögensschaden.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team