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  • Christian Riedel

Risikolebensversicherung – Nutzen und Risiko

Niemand setzt sich gerne mit dem Thema „Tod“ auseinander. Doch wenn der Hauptverdienende stirbt, steht die Familie oft vor finanziellen Schwierigkeiten. Hier kann eine Risikolebensversicherung helfen. Doch lohnt sich diese Versicherung auch?
Normalerweise macht man sich nach dem Berufseinstieg keine Gedanken um den Tod. Man schließt höchstens eine Lebensversicherung als Geldanlage ab, die zum einen das Ableben versichert, zum anderen nach der Laufzeit eine hoffentlich gute Rendite erzielt. Insofern ist das Thema Lebensversicherung zur Absicherung der Familie bei jüngeren Menschen nicht unbedingt aktuell, vor allem nicht, wenn es sich um eine Risikolebensversicherung handelt.


Doch gerade wenn man eine Familie gründet, sollte man sich mit dem Thema auseinandersetzen. Vor allem, wenn einer der Partner der Hauptverdiener in der Familie ist. Ein Unfall oder eine plötzliche schwere Krankheit können immer vorkommen. In diesem Fall darf die Familie nicht vor dem finanziellen Ruin stehen, gerade wenn noch eine Wohnung oder das neue Auto abbezahlt werden muss. Hier kann eine Risikolebensversicherung helfen.


Der wichtigste Punkt bei der Risikolebensversicherung ist das Kapital. Während eine Kapitallebensversicherung als Geldanlage und Absicherung benutzt werden kann, zahlt die Risikolebensversicherung nur im Falle des Ablebens innerhalb der Vertragslaufzeit die vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen. Tritt dieser Fall während der Vertragsdauer nicht ein, fällt das Geld dem Versicherer zu. Das Geld ist also verloren. Dafür sind die Beiträge deutlich niedriger als bei einer Kapitallebensversicherung.

Die Beiträge richten sich dabei nach der statistisch ermittelten Lebenserwartung. Aufgrund dieser errechnet die Gesellschaft, wie hoch das Risiko eines verfrühten Ablebens ist. Dies ist die Basis für die spätere Beitragssumme. Daher sind die Beiträge für junge, gesunde Menschen auch deutlich niedriger als für Ältere oder chronisch Kranke. Auch Raucher zahlen einen höheren Beitrag.

Für wen lohnt sich die Risikolebensversicherung?


Im Grunde genommen muss ich jeder selber überlegen, ob er ein mögliches Ableben versichern will und seinen Hinterbliebenen zumindest eine finanzielle Sicherheit zu bieten. Da die Beiträge in der Regel 15 Euro im Monat nicht übersteigen, ist das finanzielle Risiko auch gering. Aber nicht nur der Hauptverdiener kann sich absichern. Stirbt derjenige, der den Haushalt macht und die Kinder versorgt, muss der Hinterbliebene diese Aufgaben mit übernehmen. Darunter leidet die Arbeit. Mit dem Geld der Risikolebensversicherung kann man zumindest eine Haushaltshilfe einstellen, die diese Arbeiten übernimmt. Auch unverheiratete Paare können eine Risikolebensversicherung abschließen und den jeweiligen Partner als Begünstigten einsetzen. Dies ist eine gute Option, da bei einer solchen Gemeinschaft keiner Geld aus der Rentenkasse erhält, wenn der Partner stirbt.

Worauf muss man achten?


Wie bei jeder anderen Versicherung sollte man auch bei einer Risikolebensversicherung vergleichen. Bei teuren Versicherungen kann der Beitrag bis zu fünfmal höher sein bei der gleichen Versicherungssumme. Der ausgezahlte Betrag sollte dabei zwischen dem drei- und fünffachen des Bruttojahreseinkommen liegen, um den Hinterbliebenen eine ausreichende finanzielle Sicherheit zu gewährleisten. Sollten Sie aber noch Kredite zurückzahlen, sollte der Betrag entsprechend erhöht werden.

Wichtig ist zudem, dass Sie ehrliche Antworten geben, was Ihre Gesundheit oder Ihre Hobbys angeht. Sollte sich herausstellen, dass Sie bei den Angaben etwas ausgelassen oder verschwiegen haben, kann es sein, dass die Versicherung die Auszahlung an die Hinterbliebenen verweigert.

Ob Sie nun das Risiko eingehen oder nicht, müssen Sie selber entscheiden. Aber darüber nachdenken, eine Risikolebensversicherung abzuschließen sollte man in jedem Fall.
Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team