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  • Christian Riedel

Geld sparen im Alter – diese Versicherungen sind überflüssig

Mit dem Eintritt ins Rentenalter ändert sich das gesamte Leben. Da ist es auch natürlich, dass bestimmte Versicherungen nicht mehr notwendig sind oder zumindest angepasst werden müssen. Hier lesen Sie, welche Versicherungen nach der Rente nur den Geldbeutel belasten.

Egal ob Rente mit 63, 65 oder 67, irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem man seinen Job an den Nagel hängt und den hoffentlich wohl verdienten Ruhestand genießen kann. Um nach der Pensionierung nicht zu viel Geld für Versicherungen auszugeben, ist es wichtig, schon vor dem letzten Arbeitstag zu prüfen, welche Versicherungen Sinn machen und welche nicht. So sollten Sie alle Versicherungen kündigen, die direkt mit Ihrer Arbeit zu tun haben oder besser gesagt gehabt haben.

Verzichtbare Versicherungen

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung brauchen Sie nicht mehr, wenn Sie keinen Beruf mehr ausüben. Auch eine Berufsrechtschutzversicherung oder eine Berufshaftpflichtversicherung machen im Alter keinen Sinn mehr. Das gilt in den meisten Fällen auch für eine Risikolebensversicherung.

Andere Versicherungen wie etwa Verkehrsrechtschutz machen nur dann Sinn, wenn man sie im weiteren Leben auch tatsächlich braucht. Hier müssen Sie selber für sich entscheiden, welche Versicherung in ihrem neuen Lebensabschnitt noch Sinn macht. In jedem Fall sollten Sie jeder Versicherung auf den Prüfstand stellen. Checken Sie auch, ob es nicht für bestimmte Versicherungen eigene Seniorentarife gibt. Diese sind meistens deutlich günstiger als die Normaltarife.

Unverzichtbare Versicherungen

Auf einige Versicherungen sollten Sie aber in keinem Fall verzichten. Dazu gehören beispielsweise die private Haftpflicht oder auch die Hausratsversicherung. Hier sind Ihre Besitztümer beispielsweise auch in einem Seniorenwohnheim versichert. Als Hausbesitzer ist auch die Gebäudeversicherung weiterhin unverzichtbar.

Mit dem Eintritt ins Rentenalter machen andere Versicherungen Sinn, die Sie vorher vielleicht nicht benötigt haben. Vor allem im Gesundheitsbereich sind eine Krankenzusatz- und die Pflegezusatzversicherung sinnvolle Ergänzungen zur bisherigen Krankenversicherung. Zusatzversicherungen für Brillen, Heil- und Hilfsmittel sind aber meistens eher zu teuer und daher mit Vorsicht zu genießen. Auch ein Auslandsreiseschutz macht oft Sinn, wenn Sie vorhaben, nach der Pensionierung viel zu reisen. Hier ist aber Vorsicht geboten, da bei einigen Versicherern der Tarif ab dem 70. Lebensjahr deutlich teurer wird.

Gerade im Alter, wenn das Sturzrisiko gestiegen ist, kann eine private Unfallversicherung für Senioren eine sinnvolle, aber teilweise auch teure, Ergänzung sein. Vor allem die so genannten Assistance-Leistungen können einem nach einem Unfall den Alltag erleichtern. Je nach Art der Versicherung wird wir der Kontakt vom Versicherungsunternehmen zu den entsprechenden Hilfsdiensten wie mobiler Essensservice oder Hunde-Sitter vermittelt. Hier gilt es darauf zu achten, ob nur die Vermittlungskosten oder auch die Kosten für die Hilfsdienste in der Versicherung abgedeckt sind. Wichtig ist auch, ob in der Police bereits bestehende Vorschädigungen berücksichtigt werden. So kann ein Patient mit Osteoporose nach einem Oberschenkelhalsbruch nicht mit der vollen ausbezahlten Summe rechnen, da hier das Unfallrisiko deutlich höher ist. Insofern gilt es genau zu prüfen, ob eine Pflegezusatzversicherung nicht mehr bringt, obwohl sie auf den ersten Blick teurer ist. Dafür haftet diese Versicherung in jedem Fall, unabhängig vom Gesundheitszustand oder dem Grund der Pflegebedürftigkeit.

Ein Streitfall ist die Sterbegeldversicherung. Sterben ist teuer, kann man bösartig sagen. Für diesen Zweck gibt es die Versicherung. Als Geldanlage ist diese aber mit Vorsicht zu genießen. Besser ist es in der Regel, sein Geld in andere Quellen anzulegen, wo es bessere Rendite gibt. Man darf hier aber nicht vergessen, dass mit der Sterbegeldversicherung in der Regel auch die Dienstleistungen mit abgedeckt werden, auf die viele nicht verzichten müssen. So kann der Versicherungsnehmer bei der Unterschrift angeben, wie er beerdigt werden will. Dies kann den Angehörigen viel Stress ersparen.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team