Riester-Rente – Konzept, Förderung, Steuervorteile www.shutterstock.com/Valentina Guseva
  • Marco Heibel

Riester-Rente – Konzept, Förderung, Steuervorteile

Mit der Einführung der Riester-Rente im Jahr 2002 wollte der Staat einen Anreiz für die Bürger schaffen, auch privat für das Alter vorzusorgen. Er erreichte das durch staatliche Zulagen und Steuervorteile. Erfahren Sie hier alles Wissenswerte zur Riester-Rente.

Riester-Rente: Wer hat Anspruch auf die Förderung?

Jeder Arbeitnehmer, der Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, darf sich fördern lassen. Bei allem, was darüber hinaus geht, wird es etwas komplizierter. Vereinfacht gesagt hat jeder, der in irgendeiner Form in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, ein Anrecht auf die Riester-Förderung. Hinzu kommen noch u.a. Zivildienstleistende, Berufssoldaten, Richter sowie mit Riesterfähigen verheiratete Hausfrauen und -männer. Auch Künstler oder freie Journalisten dürfen „riestern“, sofern sie nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz versichert sind.

Die Zulagen bei der Riester-Rente

Seit dem Jahr 2008 erhält jeder Riester-Sparer eine jährliche Grundzulage von 154 Euro. Wer einen Riester-Vertrag vor der Vollendung seines 25. Lebensjahres abschließt, erhält zudem einmalig 200 Euro. Für jedes Kind eines Riester-Sparers, das bis zum 31.12.2007 geboren wurde, gibt es bis zu dessen 25. Lebensjahr 185 Euro jährlich. Ist das Kind nach dem 31.12.2007 geboren, sind es sogar 300 Euro. Wichtig: Die Zulagen erhalten Sie nicht automatisch. Der einfachste Weg ist, einmalig einen Dauerzulagenantrag zu stellen.

Allerdings erhält die vollen Zulagen nur, wer auch vier Prozent seines Bruttoeinkommens aus dem Vorjahr (inklusive Zulagen) eingezahlt hat. Ist es weniger, fallen die Zulagen geringer aus. Der jährliche Mindestbetrag, den ein Riester-Sparer einzahlen muss, beträgt 60 Euro.

Steuervorteile dank Riester

Jeder Riester-Sparer kann seine jährliche Einzahlung sowie die Zulagen vom Staat bis zu einem Gesamtwert von 2.100 Euro von der Steuer absetzen.

Welche Anlagemöglichkeiten bietet Riester?

 Der Riester-Sparer hat die Wahl zwischen einer konservativen Anlage in eine Rentenversicherung bzw. einen Banksparplan und einer risikoreicheren Anlage in einen Fondssparplan. Letzterer lohnt sich vor allem für jüngere Riester-Sparer, die langfristig planen.

Wann wird die Riester-Rente ausgezahlt?

Nach der Vollendung Ihres 60. Lebensjahres können Sie bis zu 30 Prozent Ihrer Ersparnisse auf einen Schlag entnehmen. Die reguläre Auszahlung der Riester-Rente beginnt jedoch erst mit der Vollendung des 65. Lebensjahres und erfolgt dann lebenslang in Form einer monatlichen Rente.

Riester-Rente ist krisensicher

Per Gesetz müssen die Anbieter den Kunden auch im schlechtesten Fall zumindest ihre eingezahlten Beträge sowie die Zulagen auszahlen. Weiterer Vorteil: Die Riester-Rente ist Hartz IV- und pfändungssicher.

 

Wenn der Sparer vor Rentenbeginn verstirbt, ist das Geld nicht verloren. In diesem Fall geht das angesparte Geld mitsamt Zulage und Steuervorteil an den Ehepartner über. Ist der ebenfalls verstorben, sind die Kinder an der Reihe. Die müssen allerdings die Förderung zurückzahlen.

 

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team