Feinstaub – warum kopieren krank machen kann thinkstockphotos.de
  • Christian Riedel

Feinstaub – warum kopieren krank machen kann

Im Straßenverkehr müssen Autos eine farbige Plakette haben, um anzuzeigen, wie groß die Feinstaubbelastung ist. Vielleicht sollte man das auch in Büros einführen. Denn Kopierer und Drucker können ebenfalls so viel Feinstaub abgeben, dass unsere Gesundheit in Gefahr ist.

Unter Feinstaub versteht man mikroskopisch kleine Staubpartikel, die man im Gegensatz zum normalen Hausstaub mit bloßem Auge nicht sehen kann. Hier unterscheidet man zwei Größen: Die größere Variante wird als PM10 bezeichnet, wobei PM für „Particulate Matter“ steht. Als PM10 werden also alle Feinstäube bezeichnet, die einen geringeren Durchmesser haben als 10 Mikrometer, also 10 Millionstel Meter. Die kleinere Staubausgabe heißt PM2,5, ist also höchstens 2,5 Mikrometer groß.

Warum ist Feinstaub gefährlich?

Das Problem ist die geringe Größe des Feinstaubs. Die Partikel sind so klein, dass sie vom natürlichen Schutzsystem unseres Körpers nicht herausgefiltert werden und daher weit in die Atemwege und die Lunge vordringen können. Bereits PM10-Partikel können ungehindert durch den Nasen-Rachenraum bis in die Lunge vordringen. In größerer Anzahl können sie hier die gefürchtete Staublunge verursachen. Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit von Allergien, Asthma und weiteren Atemwegserkrankungen. Auch Lungenkrebs kann durch Feinstaub entstehen. Letztendlich drohen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weil die mikroskopischen Partikel über die Lungenbläschen in die Blutbahn vordringen können.

Risiko im Büro

Feinstaub wird aber nicht nur von Autoabgasen in die Luft abgegeben. Im Büro können die Mikropartikel vor allem von Druckern und Kopierern in Form von Tonerstaub freigesetzt werden. Bei jedem Druck- und Kopiervorgang entstehen mikroskopisch kleine Partikel, die sich in der Lunge anlagern und dort die Beschwerden verursachen können.

Noch ist nicht klar, wie hoch die Konzentration an Feinstaub sein muss, um Probleme zu verursachen bzw. wie viele Kopien gemacht werden müssen, damit für den Mensch eine Gefahr besteht. Dies soll in künftigen Studien untersucht werden. Um kein Risiko einzugehen, ist es sicherer, den Kopierer bzw. Drucker in einem separaten und gut durchlüfteten Raum zu benutzen und seinen Schreibtisch nicht direkt neben den Drucker bzw. Kopierer zu stellen.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team