Jobsuche leicht gemacht – In diesen Branchen gibt es die besten Berufsaussichten thinkstockphotos.de/Comstock
  • Christian Riedel

Jobsuche leicht gemacht – In diesen Branchen gibt es die besten Berufsaussichten

Während in einigen Branchen Jobs wegfallen, sucht man in anderen Bereichen händeringend nach Arbeitskräften. In welchen Branchen gute bis sehr gute Aussichten bestehen, einen Job zu finden, hat das Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos AG herausgefunden.

Die Wahl des richtigen Studiums bzw. der richtigen Ausbildung ist schwierig. Denn der Arbeitsmarkt verändert sich oft schneller, als einem lieb sein kann. Während man beispielsweise vor gut zehn Jahren aufgrund der schlechten Berufsaussichten davor gewarnt wurde, Lehramt oder Medizin zu studieren, könnte man sich heute die Arbeitsstelle fast aussuchen.

Zugegeben, es ist schwierig einen Rat dahingehend zu geben, in welchen Branchen es bald gute Jobaussichten geben wird. Doch gewisse Tendenzen lassen sich feststellen. Das Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos AG hat einmal nachgeforscht, in welchen Bereichen es voraussichtlich in ein paar Jahren gute Jobs gibt und die vier vermeintlich attraktivsten Branchen ermittelt. Grundlage für das Ergebnis sind hierbei das zu erwartende Wachstum der Branche und der prognostizierte Fachkräftemangel in dem Bereich.

Ingenieure

Dass man als Ingenieur gute Berufsaussichten hat, ist kein Geheimnis. Schon im Februar 2012 gab es laut dem Verein der Deutschen Ingenieure (VDI) rund 100.000 freie Ingenieursstellen in Deutschland. Die Vakanzen dürften in den kommenden Jahren noch deutlich steigen, wenn in den nächsten 20 Jahren rund 500.000 Ingenieure in Rente gehen. Diese freien Stellen müssen erst einmal wieder neu besetzt werden. Besonders gut sind die Jobaussichten dabei für Fahrzeug- und Maschinenbau-Ingenieure. Da die Bereiche Recycling und Materialverarbeitung stetigen Zuwachs bekommen, kann man davon ausgehen, dass auch Ingenieure im Umweltbereich gute bis sehr gute Jobaussichten haben werden.

Logistik

Unter Logistik versteht man vereinfacht gesagt die Organisation des Transports von Gütern, Waren, Personal und Informationen. Dabei stehen die Logistiker vor größeren Aufgaben, als „nur“ LKWs und Konsorten zu bestellen. Da die Märkte immer internationaler werden und gerade in produzierenden Betrieben viele Teile aus dem Ausland kommen, müssen diese Umstände und die entsprechenden internationalen Bestimmungen bei der Planung mit eingebunden werden. Da Lagerraum meist knapp und teuer ist, gilt es weiter, den Zeitpunkt der Lieferung zu koordinieren. Auch der Umweltschutz beim Transport und den Verpackungsmaterialien spielt oft eine wichtige Rolle. Jobs gibt es nicht nur bei Speditionen. Auch immer mehr Flughäfen, Häfen und „normale“ Unternehmen suchen Fachleute, die den Transport ihrer Produkte optimieren.

Gesundheit

Die Gesellschaft ändert sich und mit ihr auch das Gesundheitswesen. Es gibt immer mehr Ältere, und damit ändern sich auch die Ansprüche. Zum einen werden immer mehr Pflegekräfte in Altenheimen, Krankenhäusern und für die häusliche Pflege benötigt. Da gleichzeitig die Kosten auch steigen, gilt es vor allem, die Pflegekräfte besser zu organisieren. Gleichzeitig ändern sich das Arbeitsumfeld von Krankenversicherungen, Pharmaunternehmen, Medizintechnik oder Biotechnologieunternehmen. Und auch im Wellnessbereich muss das Angebot an die Ansprüche der älteren Semester angepasst werden.

Aber nicht nur Pflegekräfte haben laut Prognos gute Jobaussichten. Der demografische Wandel betrifft auch Akademiker. An einigen Universitäten wird schon der Studiengang „Gesundheitsmanager“ angeboten. Diese beschäftigen sich damit, das Gesundheitswesen neu zu organisieren, sind in der Krankenhausleitung eingebunden oder koordinieren die Pflegedienste. Zudem werden voraussichtlich auch im Segment Altersgerechtes Wohnen viele neue Jobs entstehen.

Aus- und Weiterbildung

Auch Lehrer können sich auf eine rosige Zukunft freuen. Was für die Ingenieure gilt, dass viele in Rente gehen, gilt erst recht für die Lehrer. Ein großer Teil des Lehrkörpers ist bereits 45 Jahre und älter. Daher wird es an öffentlichen Schulen voraussichtlich in 10-20 Jahren beinahe schon zu einem Lehrermangel kommen, da die Zahl der Lehramtsstudenten weit unter der Zahl der bis dahin pensionierten Lehrer liegt.

Aber nicht nur in öffentlichen Schulen wird es neue Jobs geben. Auch in Aus- und Weiterbildung werden viele Stellen für Pädagogen geschaffen. Das liegt zum einen an der veränderten Berufswelt. Dass ein Angestellter von der Ausbildung bis zur Rente im gleichen Unternehmen arbeitet, ist nur noch selten der Fall. Für einen Jobwechsel brauchen die Arbeitnehmer immer häufiger zusätzliche Ausbildungen und/oder Lehrgänge, für die dann natürlich auch Personal gebraucht wird, das unterrichtet. Immer mehr wird das Motto heißen: „Ein Leben lang lernen“. Und dafür braucht man eben Lehrer.

Da auch die Ansprüche an die Arbeitnehmer immer höher werden, werden auch Betriebsintern immer mehr Fortbildungen angeboten, um die Qualifikation der Angestellten zu verbessern. Eine goldene Zukunft für Lehrer, wenn diese Fälle so eintreten.

Media

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team