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  • Marco Heibel

Ski heil! Richtig versichert in den Wintersport

Skifahren oder Snowboarden gehört zu den Leidenschaften vieler Deutscher. Doch Wintersport ist auch gefährlich. Hier erfahren Sie, mit welchen Policen Sie sich für den Fall der Fälle absichern.

Sobald die Wintersportgebiete in den Alpen oder Mittelgebirgen Schneefall melden, gibt es für viele Wintersportfans kein Halten mehr. Sachen packen und ab auf die Piste, heißt es dann. Viele vergessen dabei, dass beim Skifahren oder Snowboarden allzu leicht etwas passieren kann – und viele von ihnen sind zudem für den Verletzungsfall nicht ausreichend abgesichert.

Welche Versicherung Wintersportler dringend benötigen

Unfallversicherung

An allererster Stelle steht eine Unfallversicherung. Zwar ist jeder Deutsche dazu verpflichtet, sich krankenzuversichern, doch diese Form der Absicherung greift bei einem schweren Skiunfall zu kurz, weil nur die Behandlungskosten getragen werden. Wer eine Unfallversicherung abgeschlossen hat, erhält dagegen für den Fall, dass durch einen (Ski-)Unfall dauerhafte körperliche oder geistige Schäden entstanden sind, auch noch eine einmalige Zahlung bzw. eine dauerhafte Rente.

Die günstigsten Unfallversicherungen gibt es bereits ab einen Jahresbeitrag von knapp 50 Euro. Wer sich jedoch seriös gegen schwere Unfallschäden absichern möchte, sollte sich nach Angaben der Stiftung Warentest auf eine Summe von 350.000 Euro versichern. In einem solchen Fall können allerdings leicht Jahresbeiträge von 100 Euro und mehr fällig werden.

Positiv: Viele Unfallversicherungen enthalten eine Zusatzpolice, die auch Bergungskosten in Höhe von mehreren tausend Euro übernimmt. Nach einem Skiunfall, aber auch nach einem Lawinenabgang kann eine solche Police Gold wert sein. Der Haken: Viele Policen decken Bergungskosten lediglich bis zu einer Höhe von knapp 3.000 Euro ab. Ein Einsatz mit Helikopter kostet allerdings etwa das Dreifache. Deswegen sollten Sie erwägen, Ihre Versicherung um ein paar Euro Mehr-Beitrag im Jahr zu erhöhen und sich gegen höhere Rettungskosten zu versichern.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist für Wintersportler sinnvoll. Diese zahlt für den Fall, dass Sie Ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie eine BU abschließen, die keine Verweisungsklausel auf andere Tätigkeiten enthält. Ist dies nämlich der Fall, und Sie wären in der Lage, in einem verwandten Bereich zu arbeiten, würde der Versicherungsschutz nicht greifen.

Auslandsreisekrankenversicherung

Wer zum Skifahren bevorzugt ins Ausland reist, sollte außerdem eine Auslandsreisekrankenversicherung erwägen. Ihre Behandlungskosten sind zwar in ganz Europa auch über ihre deutsche KV abgesichert, doch diese übernimmt nicht die Kosten für einen eventuell anfallenden Rücktransport nach Deutschland – und das kann durchaus kostspielig werden. Eine   Auslandsreisekrankenversicherung gibt es ab rund 10 Euro im Jahr.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team