Was sich 2012 bei der Privaten Krankenversicherung ändert istockphoto.com/BrianAJackson
  • Marco Heibel

Was sich 2012 bei der Privaten Krankenversicherung ändert

Das Jahr 2011 ist in seinen letzten Zügen. Bevor Sie auf das Jahr 2012 anstoßen, sollten Sie Ihre Versicherungen noch einmal einem Check unterziehen. Vor allem bei der Privaten Krankenversicherung tut sich einiges.

Ab dem 1. Januar 2012 gelten nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs bei Versicherungen Unisex-Tarife. Das gilt natürlich auch für Private Krankenversicherungen. Die Folge ist, dass Männer ab dem kommenden Jahr höhere Beiträge zahlen müssen.

2012 höhere Tarife in der PKV 

Bislang war das starke Geschlecht „besser“ dran, weil in die Tarife der Frauen Risikofaktoren eingerechnet wurden, wie etwa die höhere Lebenserwartung und die dadurch entstehenden höheren Kosten im Alter. Aufgrund der Gleichberechtigung werden nun beide Tarife angeglichen. Ob das gerecht ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Quintessenz ist aber: Wenn Sie als Mann noch in eine Private Krankenversicherung wechseln möchten, sollten Sie das noch in diesem Jahr tun.

Doch auch wenn Sie noch schnell schalten, wird 2012 für Privatversicherte ein teures Jahr, weil sich einige Gebührenordnungen verändern. So werden beispielsweise die Honorare der Zahnärzte im Land angehoben. Weiterhin erhöht sich die Jahresarbeitsentgeltgrenze auf 50.850 Euro. Diese Grenze müssen Arbeitnehmer erst einmal übertreffen, um die Wahl zwischen gesetzlicher und privater Krankenkasse zu haben.

Besser in der gesetzlichen Krankenkasse bleiben? 

Wer einmal in eine PKV wechselt, sollte bedenken, dass die Rückkehr in die Gesetzliche Krankenversicherung nicht ganz unproblematisch ist. Der Wechsel ist also eine folgenschwere Entscheidung. Singles etwa können in der PKV viel Geld sparen, sofern sie einen gesunden Lebenswandel haben und noch jung sind. Doch wenn man einmal heiratet und Kinder hat, sind Ehepartner und Nachwuchs – anders als in einer Gesetzlichen Krankenkasse – nicht mitversichert. Der finanzielle Vorteil kann so auf lange Sicht also wieder dahin sein.

Doch es scheint noch weitere Gründe zu geben, in einer gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben: So haben schon viele Gesetzliche Kassen angekündigt, 2012 keine Zusatzbeiträge zu erheben. Allerdings werden auch GKVs auf lange Sicht teurer werden. Insofern hängt die Wahl der Krankenversicherung immer auch von der individuellen Lebensplanung und der finanziellen Situation ab.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team