Neue Batterien könnten private Solarstrom-Produktion beflügeln Thinkstockphotos.de
  • Jörg Birkel

Neue Batterien könnten private Solarstrom-Produktion beflügeln

Solarstrom ist eine saubere Energieform, die bisher für private Haushalte einen gravierenden Haken hatte. Der produzierte Strom konnte bisher nicht gespeichert werden. Der produzierte Strom lies sich nur bei Tageslicht nutzen, in den Abendstunden musste dann wieder auf herkömmlichen Strom zurückgegriffen werden.





Neue Batterie-Technologie hilft jetzt, die Stromrechnung weiter zu senken. Betreiber von Solarstromanlagen können mit den neuen Batterie-Speichern den tagsüber gewonnen Strom für die Abendstunden speichern.

Bisher gab es lediglich Batterien mit Blei-Säure oder Blei-Säure-Gel. Diese veraltete Akkutechnologie konnte Energie nur ineffizient speichern. Dank neuer Lithium-Ionen-Akkus kann jetzt wesentlich mehr Energie genutzt werden. Lithium-Ionen-Akkus kennen Sie sicherlich bereits seit Jahren von Ihrem Handy oder Laptop. Nun gibt es diese Technologie auch für das Speichern von Solarenergie.

 

 

Einen Haken hat die Technologie jedoch. Die neuen Lithium-Ionen-Akkus sind deutlich teurer als die bisher verfügbaren Blei-Säure-Batterien. Im Gegensatz zu Blei-Säure-Akkus kann damit jedoch über 90 Prozent der gespeicherten Energie genutzt werden und die Haltbarkeit umfasst zudem mehr Be- und Entladezyklen als bei den herkömmlichen Akkus. Bei Blei-Säure-Batterien kann lediglich 50 Prozent der gespeicherten Energie genutzt werden.

 

 

Nach einem Beschluss der Bundesregierung kann die Anschaffung solcher Solar-Batterien über die KfW-Bank gefördert werden. Die Förderung kann sich auch bis zu 660 Euro pro Kilowattstunde Leistung (kWp) einer Photovoltaikanlage belaufen. Ohne finanzielle Förderung sind die neuen Akkus nämlich kaum wirtschaftlich zu betreiben.

 

 

Derzeit stehen wir noch am Anfang der neuen Speichertechnologie, aber es besteht berechtigte Hoffnung, dass Betreiber einer Photovoltaik-Anlage sich künftig Tag und Nacht autark mit Strom versorgen können.

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Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team