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  • Jörg Birkel

EEG-Umlage ist möglicherweise teurer als erforderlich

Nach dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG) hat jeder Verbraucher eine Umlage zu zahlen, um den Ökostrom zu subventionieren. Diese Umlage ist möglicherweise höher als erforderlich.

Im Rahmen des Erneuerbare-Energie-Gesetzes hat die Bundesregierung eine Umlage beschlossen, die auf den Strompreis aufgeschlagen wird. Damit soll die Produktion von erneuerbaren Energien unterstützt werden, damit die Energiewende gelingt. Die so genannte EEG-Umlage könnte aber teurer sein als tatsächlich nötig.

Grund dafür ist die ausgebliebene Kostenexplosion, die von vielen Experten erwartet wurde. Außerdem war 2013 ein Rekordjahr für den Ökostrom, sodass bereits im Januar die EEG-Umlagekonten ausgeglichen werden könnte. Das führt dazu, dass der deutsche Verbraucher möglicherweise zu viel EEG-Umlage bezahlt.

Im Vorjahreszeitraum wiesen die EEG-Umlagekonten noch ein Defizit von über 2 Milliarden Euro auf, weswegen die Umlage erhöht um einen Cent pro Kilowattstunde  wurde. Derzeit zahlt der Verbraucher 6,2 Cent pro Kilowattstunde.

Hintergrund für diese massive Erhöhung des Strompreises sind unter anderem auch die ausgeweiteten Privilegien für Industriekunden. Etwa 20 Prozent mehr Unternehmen als noch in 2013 zahlen in diesem Jahr keine Ökostromabgabe.

Es gibt zudem noch einen weiteren Grund, warum die Kosten für den deutschen Verbraucher steigen werden. Paradoxerweise führen die fallenden Börsenpreise für Strom zu einer Preisanhebung in Deutschland. Denn fallen die Börsenpreise, schreibt das Erneuerbare-Energien-Gesetz vor, dass die EEG-Umlage steigt.

Die steigende EEG-Umlage wiederum führt zu weiter fallenden Strompreisen an der Börse, denn sie führt zu einem Überangebot an Ökostrom am Markt. Die Folge: Die EEG-Umlage steigt, weil der Preise weiter sinkt. Das kann man nur als Konstruktionsfehler bezeichnen.

Dennoch hält die Bundesregierung am Erneuerbare-Energien-Gesetz und den Privilegien für stromintensive Industriekunden fest. Die Zeche für diesen Missstand zahlt, wie so oft, der Verbraucher.

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team