Natürlich Dämmen mit Hanf und Seegras © DBU/Daniel Karmann
  • Jörg Birkel

Natürlich Dämmen mit Hanf und Seegras

Das Thema Energiesparen ist so aktuell wie nie. Das gilt sowohl für den Energieverbrauch, als auch für Einsparmaßnahmen wie eine bessere Dämmung einer Immobilie. Leider sind Dämmmaßnahmen nicht unstrittig. Meist liegt das am verwendeten Dämmmaterial.

Der in der Regel zum Dämmen von Häusern eingesetzte Kunststoff Polysytrol ist in die Kritik geraten, weil das Material nicht besonders umweltverträglich ist. Das ist zwar nur einer der kritisierten Aspekte, aber dieser lässt sich dadurch entkräften, dass man mittlerweile auch auf umwelterträglichere Dämmmaterialien zurückgreifen kann.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) empfiehlt beispielsweise Pflanzen als idealen Wärmespeicher. Entsprechend hat die DBU natürliche Materialien zum Dämmen in der Informationskampagne „Haus sanieren – profitieren“ vorgestellt.

Die Kampagne informiert über Dämmmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen. Hanf habe beispielsweise hervorragende Wärmespeichereigenschaften, weil er Feuchtigkeit vorübergehend speichern könne, ohne an Dämmwirkung zu verlieren. Dementsprechend lange würde es dauern, bis die gespeicherte Wärme wieder abgegeben würde.

Mit solchen natürlichen Dämmstoffen könnten sowohl Wände und Böden als auch Dächer isoliert werden. Zudem sei die Verarbeitung einfach und problemlos. Ein weitere Vorteil: Beim Anbau von Hanf werden keine Pestizide verwendet, weil der Rohstoff für Tier als Futter uninteressant sei.

Besonders in meeresnahen Gebieten biete sich auch Seegras als Wärmespeicher an, so die Informationskampagne. Aus den Fasern des am Strand auffindbaren Seegrases kann ein hervorragendes Dämmmaterial hergestellt werden, welches mit den Dämmeigenschaften künstlichere Materialien nicht nur mithalten kann, sondern diese vor allem beim Wärmeschutz im Sommer übertrifft.

Genau wie Hanf wird Seegras ohne chemische Zusätze verarbeitet. Der natürlich hohe Salzgehalt reiche aus, dass das Dämmmaterial nicht schimmelt. Ebenfalls umweltschonender sei udem die Herstellung der natürlichen Dämmplatten im Gegensatz zu künstlichen Dämmmaterialien.

Fazit: Wer der Umwelt etwas gutes tun und sein Haus oder seine Wohnung besser isolieren will, der sollte künftig auf natürliche Dämmmaterialien setzen.

Weitere Infos zur Kampagne: www.sanieren-profitieren.de

Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team