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  • Jörg Birkel

Gratis eBook: Karrierefaktor Weiterbildung

Weiterbildung wird immer wichtiger. Ein abgeschlossenes Hochschulstudium oder eine Berufsausbildung reichen heute nicht mehr aus, um Karriere zu machen. Lebenslanges Lernen ist das Zauberwort!

Eine forsa-Studie zeigt: Personalchefs sehen Mitarbeiter in punkto berufsbegleitender Weiterbildung in der Pflicht, sind aber gleichzeitig bereit, privates Weiterbildungsengagement zu unterstützen und zu honorieren.

Mitarbeiter müssen sich selbst kümmern!

Weiterbildung ist nicht etwa Chefsache, sondern etwas, worum sich Mitarbeiter vorrangig selbst kümmern müssen. Dafür werden sie aber oftmals großzügig belohnt - zum Beispiel mit einer Beförderung. So denken Arbeitgeber in Deutschland.

Wie jetzt die aktuelle forsa-Studie "Weiterbildung und Fernstudium aus Arbeitgeberperspektive" zeigt, sieht sich die Unternehmensseite nur in zwei Punkten wirklich in der Pflicht, in die Qualifikation der Mitarbeiter zu investieren: 65 Prozent der befragten Personalchefs übernehmen die volle Verantwortung für die Mitarbeiterfortbildung in punkto stellenspezifisches Know-how, 41 Prozent auch bezogen auf das allgemeine berufsbezogene Fachwissen. In allen anderen Bereichen sehen Personaler die Verantwortung eher auf Seiten des Mitarbeiters.

Arbeitgeber fühlen sich für Sprachkenntnisse der Mitarbeiter kaum verantwortlich

So fühlen sich für die Weiterentwicklung von Soft Skills ihrer Mitarbeiter - zum Beispiel Teamfähigkeit und Rhetorik - nur 23 Prozent in hohem Maße zuständig, für allgemeines betriebswirtschaftliches Wissen nur 19 Prozent, für Fremdsprachenkenntnisse sogar nur 10 Prozent der Arbeitgeber.

Wenn es um Allgemeinbildung oder Deutschkenntnisse geht, ist erst recht nichts zu erwarten: Nur zwei bzw. drei Prozent der Personalchefs sehen sich in der Pflicht, in dieser Hinsicht in ihre Mitarbeiter zu investieren.

Immer mehr Arbeitgeber übernehmen die Kosten privater Fortbildungen

Was die Arbeitgeber-Umfrage von forsa allerdings auch zeigt, ist, dass Arbeitgeber durchaus bereit sind, privates Weiterbildungsengagement ihrer Mitarbeiter zu honorieren. Zwei Drittel geben an, Mitarbeiter bei deren berufsbegleitenden Weiterbildungsvorhaben zu unterstützen:

Sie übernehmen beispielsweise Kursgebühren, zahlen bei erfolgreichem Abschluss einen Bonus oder gewähren zusätzliche Urlaubstage. In einem Drittel der Unternehmen in Deutschland mit mehr als 150 Mitarbeitern ist die Honorierung von privatem Weiterbildungsengagement sogar ein fester Bestandteil der Personalentwicklung.

Arbeitgeber und Fernlernen

Fernlernen ist - auch das ein Ergebnis der forsa-Umfrage - eine Methode, die Personalchefs in Deutschland bestens vertraut ist. 39 Prozent der Befragten sagen, dass sie sich mit der flexiblen Lernmethode (sehr) gut auskennen, oftmals weil sie selbst Erfahrungen damit gesammelt haben.

Weitere 40 Prozent kennen sich immerhin ein wenig aus. In jedem vierten Unternehmen mit mehr als 300 Mitarbeitern wird Fernlernen bereits aktiv zur Mitarbeiterqualifikation eingesetzt.

Berufsbegleitende Weiterbildung legt den Grundstein für Beförderungen

Wer sich selbst um seine Weiterbildung kümmert, hat die Nase vorne: Eigeninitiative in punkto nebenberuflicher Fortbildung wirkt sich eindeutig positiv auf die Karriere aus. 60 Prozent der Personaler räumen diesen Mitarbeitern größere Chancen bei der internen Besetzung von höherrangigen Positionen ein.

Für 69 Prozent der Personalentscheider ist kontinuierliche Weiterbildung ein wichtiges Auswahlkriterium bei der internen Stellenbesetzung - noch vor der Dauer der Betriebszugehörigkeit.

Die richtige Weiterbildung finden!

Das Angebot allerdings ist unübersichtlich: Weiterbildung ist auch ein großer Markt, auf dem viele verdienen wollen: Im Angebotsdschungel blicken jedoch die wenigsten durch, welche Weiterbildung wirklich etwas bringt und welche nur Geldmacherei ist.

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Autorin: Simone Janson

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Dieser Beitrag stammt von und dem business & more-Team